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  1. #1
    Silvia
    Gast

    Nutzen einer Basistherapie?

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    Hallo Leute

    Mal eine blöde Frage. Was nützt eigentlich eine Basistherapie? Steht denn tatsächlich der Aufwand (=sich mit Hammermedikamenten vollstopfen) in einem "akzeptablen" Verhältnis zum Nutzen?

    Ich selbst habe cP und kenne natürlich die gängige Lehrmeinung zur Basistherapie, aber wie sieht das denn in der Praxis tatsächlich aus? Rechtfertigen die Ergebnisse dieses Risiko?
    Bitte nicht übelnehmen, wenn ich jetzt da ein bisschen provokant frage. Ich selbst bin ja in naturheilkundlicher Behandlung, allerdings schwebt in letzter Zeit das Damoklesschwert "Basistherapie" über meinem Kopf, da mit meiner jetztigen Behandlung die cP nicht richtig im Griff ist. Aber ich finde einfach keinen wirklich überzeugenden Grund mir diese ganze Chemie anzutun.

    Die meisten hier im Forum machen ja eine Basis, trotzdem habe ich im Endeffekt nicht den Eindruck dass es den Leuten dadurch wirklich besser geht. Viele leiden unter den Nebenwirkungen, Schmerzen haben die meisten auch trotz allem und mein Eindruck ist eben auch der, dass am Ende immer mehr und immer stärkere Geschütze aufgefahren werden müssen.
    Meist kommen mit der Zeit dann auch noch weitere Erkrankungen dazu und nun frage ich mich - kommt dies nicht vielleicht letzlich auch durch die Basis-Medikamente selbst. Z.B. ist MTX ja letzlich eine Chemotherapie, das - jahrelang genommen - KANN doch (nach gesundem Menschenverstand) nicht spurlos am Organismus vorübergehen?!!?!!!?.
    Vielleicht verschlimmert sich die Krankheit gerade durch die Basistherapie ständig, da es doch nichts anderes als ein Teufelskreis ist.
    Irgendwer hat im Forum hat da mal so ein treffendes Beispiel bezgl. MTX geschrieben: Schmerzen -> MTX -> davon mögl. Candida -> mehr Schmerzen -> mehr MTX .......

    Wer von euch hat denn tatsächlich mit einer Basistherapie eine Remission erreicht, so dass ihr mehr oder weniger Medikamentenfrei und schmerzfrei leben könnt????

    Lebt man im Endeffekt - wenn da die Krankheit ohnehin immer weiter fortschreitet - nicht besser bzw. "gesünder" ohne die vielen Medikamente und nimmt nur das Allernötigste gegen die Schmerzen und Entzündungen?

    In meinem Kopf existieren im Moment nur noch Fragezeichen....

    Grüsse
    Silvia

  2. #2
    Uschi
    Gast

    Re: Nutzen einer Basistherapie?

    Liebe Silvia,

    eben im Chat hatten wir das Thema. Ich z.B. habe 3 x Basis probiert und habe dann die Nutzen/Wirkung abgewogen und für mich entschieden, daß ich lieber mal eine Schmerzpille mehr nehme, aber dafür nicht meinem Körper diese doch chemobasierenden Mittel zumute.

    Natürlich, bei cP gerade ist eine Basis dahingehend wichtig, um die Weiterverkrümmung der Knochen zu verhindern. Ich nehme nur Cortison, Vitamine und Mineralien und lebe, wie ich es immer tat. Klar, die Veränderungen sind da, sie sind es aber auch bei denen, die Basis machen.

    Das musst du eigentlich ganz für dich alleine entscheiden! Ich z.B. lehne Basis einfach ab, weil ich sehe, daß es auch ohne gehen kann. Mein Oma wurde 98 mit schwerer Rheumaerkrankung, im Osten gab es damals keine Medikamente und ich denke mir, wenn es denn so sein soll!

    Mein Arzt wird mir wohl Goldtherapie machen. Nun gut, ist homöopthisch, kann nicht schaden. Aber MTX oder so - in meinen Körper nicht.

    Ich sehe es nicht ein, daß ich Medikamente nehmen soll, auf die ich z.B. mit schweren Nebenwirkungen, wie Brechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Nierenprobleme etc. reagiere - so schlimm ist cP nun auch nicht.

    Also, das entscheide alleine für dich! Aber ich gehe mit dir übereinstimmend dahin, daß ich mich von niemanden dazu überreden lasse, Basis zu machen.

    Liebe Grüsse
    uschi

  3. #3
    Silvia
    Gast

    Re: Nutzen einer Basistherapie?

    Hallo Uschi

    Wie sieht dass denn bei dir aus, wenn du mal auf Kur etc. möchtest? Da ist man ja meist gezwungen, die entsprechenden Mittelchen zu schlucken, ansonsten gibts keine Kur.
    So jedenfalls wurde mir das von meiner Kasse erklärt. Ich wäre eigentlich reif für eine Kur, würde auch eine bekommen, will aber nicht weil ich dann genau das schlucken muss was der Arzt mir diktiert.

    Heisst das dann im Endeffekt, dass man ohne Basis auch auf den Rest verzichten muss?

    Grüsse

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  5. #4
    kukana
    Gast

    Re: Nutzen einer Basistherapie?

    hallo,

    ich habe mich nach bei meiner diagnose im maerz 2000 zu einer basis therapie mit mtx entschlossen und dies bis heute nicht bereut.

    denn bereits seit jan. 2001 benoetige ich keinerlei schmerzmittel mehr und seit august 2001 reduziere ich cortison. ab juni werde ich kein cortison mehr nehmen. saogar das mtx konnte ich reduzieren von 20 mg auf 15 mg mit aussicht im herbst noch einmal reduzieren zu koenne.

    die nebenwirkungen sind minimal wenn man regelmaessig zur laborkontrolle geht kann man probleme mit zu hohen leberwerten etc. schnell in den griff bekommen.

    erfolg ich warbeite 8-9 std. vollzeit. meine gelenke sind nicht deformiert, die aggressive cp ist in ruhestellung gegangen.

    cp ist nach wie vor eine autoimmunerkrankung. und wenn diese aggessiv verlaeuft muss leider auch eine entsprechende therapie sein. zumindest ist dies meine meinung.

    gruss kuki

  6. #5
    Uschi
    Gast

    Re: Nutzen einer Basistherapie?

    Silvia,

    ich habe bis heute - eigentümlicherweise - nie eine Kur bekommen, oder war sonst in Therapien. Aber Freundin von mir mit Rheuma - und die nimmt nur das, was sie von ihrem Arzt bekommen hat. Eine Kur ist eine Wiederherstellungsmaßnahme zur Arbeits-fähigkeit, kein Testlabor für irgendwelche Medikamente.

    In Kur geht man, um sich zu erholen. Allerdings gibt es auch Rheumazentren, wenn man dorthin geht, dann stellen die einen auf optimale Medikamente und Maßnahmen ein. Also, du darfst eine Kur nicht mit einer Reha-Maßnahme verwechseln!! Das ist was ganz anderes.

    Frag doch deinen Arzt. Wenn du arbeitest, muß er die Kur für dich beantragen, begründen. Wenn du eine Rehamassnahme machen willst, dann muß er das auch in die Wege leiten - das muss er aber wissen.

    Wenn du Rente bekommst, schickt dich die BfA in Kur und Reha!

    Wenn du krankgeschrieben bist, steht dir normalerweise keine Kur zu - erst nach Wiederinkraftsetzung der Arbeitsfähigkeit.

    Erkundige dich genau! Du kannst ja auch eine Kur beantragen aufgrund der Folgen der Krankheit, also zur "psychischen Wiederherstellung".

    Viel Glück.

    uschi ch.

  7. #6
    Uschi
    Gast

    Re: Nutzen einer Basistherapie?

    Silvia,

    ich habe bis heute - eigentümlicherweise - nie eine Kur bekommen, oder war sonst in Therapien. Aber Freundin von mir mit Rheuma - und die nimmt nur das, was sie von ihrem Arzt bekommen hat. Eine Kur ist eine Wiederherstellungsmaßnahme zur Arbeits-fähigkeit, kein Testlabor für irgendwelche Medikamente.

    In Kur geht man, um sich zu erholen. Allerdings gibt es auch Rheumazentren, wenn man dorthin geht, dann stellen die einen auf optimale Medikamente und Maßnahmen ein. Also, du darfst eine Kur nicht mit einer Reha-Maßnahme verwechseln!! Das ist was ganz anderes.

    Frag doch deinen Arzt. Wenn du arbeitest, muß er die Kur für dich beantragen, begründen. Wenn du eine Rehamassnahme machen willst, dann muß er das auch in die Wege leiten - das muss er aber wissen.

    Wenn du Rente bekommst, schickt dich die BfA in Kur und Reha!

    Wenn du krankgeschrieben bist, steht dir normalerweise keine Kur zu - erst nach Wiederinkraftsetzung der Arbeitsfähigkeit.

    Erkundige dich genau! Du kannst ja auch eine Kur beantragen aufgrund der Folgen der Krankheit, also zur "psychischen Wiederherstellung".

    Viel Glück.

    uschi ch.

  8. #7
    Britta
    Gast

    Re: Nutzen einer Basistherapie?

    Hallo, Uschi! Hier ein paar NW einer Goldtherapie(gespritzt):Leber-Knochenmark-und Nierenschäden,Dermatitis, Stomatitis, selten Pankreatitis.
    Bei oraler Goldtherapie sind die NW geringer, ist aber auch schwächer wirksam;häufigste NW hier:gastrointestinale(z.B. Durchfall) und Haut-Schleimhautkomplikationen.
    Wird als Mittel der Reserve eingesetzt, falls MTX nicht gegeben werden kann.(Quelle: Herold`s Innere Medizin)
    Ist also auch nicht ohne. Gruß, Britta

  9. #8
    Angie
    Gast

    Re: Nutzen einer Basistherapie?

    Hallo Silvia,
    in Bezug auf eine Basistherapie bin ich Neuling, nehme erst seit einem Vierteljahr Quensyl, das ja zu den leichteren Basis-Medis gehört. Zur Zeit bin ich an dem Punkt, dass ich abzuwägen beginne: Einerseits hat die Morgensteifigkeit spürbar nachgelassen bzw. dauert bei weitem nimmer so lange an, habe seit zwei Wochen auch kaum Gelenkschmerzen mehr. Andererseits kämpfe ich mit Sehproblemen, ständiger Übelkeit und mangelndem Appetit.
    Schmerzmittel haben bei mir aber sehr ähnliche Nebenwirkungen, konnten die Schmerzen jedoch immer nur kurzfristig lindern.
    Ich weiß, was ich will: keine irreversible Zerstörung von Gelenken, und das scheint nur eine passende Basis-Therapie zu erreichen, bei der man natürlich das für einen selbst passende Mittel erst einmal finden muss. Meistens ist das langwierig, zumal diese Medikamente ja erst nach vielen Wochen zu wirken beginnen (oder auch nicht).
    Zusätzlich zu Quensyl nehme ich Cortison, dessen Dosis ich vor einigen Tagen auf 5 mg täglich reduziert habe. Cortison wirkt bei mir wahre Wunder, was die Schmerzen betrifft. Seit Beginn der Therapie benötige ich nur noch äußerst selten Schmerzmittel. Aber: Auch Cortison hat bei mir unangenehme Nebenwirkungen, außerdem verhindert es nicht die Zerstörung der Gelenke. Klar, die Schmerzen bei Rheuma können schrecklich sein. Schrecklicher ist aber, dass die Gelenke dabei bis zur Unbrauchbarkeit geschädigt werden.
    Ich glaube, man muss selbst wissen, was man will. Wäre ich heute 80, würde ich sicherlich auf jegliches Basis-Medikament verzichten und allein Cortison nehmen. Da ich aber "erst" 47 werde, will ich meine Gelenke noch einige Zeit so fit wie möglich halten. Also hoffe ich, dass meine Basis-Medikation dazu beiträgt. Sollte es Quensyl auf die Dauer nicht sein, dann eben eine andere ...
    Liebe Grüße aus Tirol
    von Angie

  10. #9
    Werner
    Gast

    Re: Ich denke, es muß meistens sein !

    Hallo Leute,
    ich glaube, ihr verkennt die Wirkung der Basismedikamente.
    Zwar heilen sie nicht das Rheuma, aber sie gehen wenigstens an die Symptome.
    Früher haben die Rheumatiker mit der Zeit sehr schwere Verkrüppelungen und Verwachsungen der Gelenke gehabt. Dann gab es nur noch die Möglichkeit, die Gelenkinnenhaut auszuschaben, oder neue Gelenke einzusetzen.
    Durch die neuen Medikamente, wie MTX wird die Zerstörung der Gelenke wesentlich verlangsamt. Sicher habt ihr im Krankenhaus bei älteren Patienten gesehen, daß dort die Gelenkveränderungen wesentlich schlimmer sind. Auch wenn wir heutzutage die gleichen Schmerzen haben, wie die Leute früher, sieht man vielen von uns beim ersten Hinsehen das Rheuma nicht mehr direkt an.
    Erst wenn wir uns bewegen.
    Es ist nun die Kunst des Arztes, den goldenen Mittelweg zu finden, bei dem das Nutzen - Risiko Verhältnis sinnvoll abgewogen wird.
    Oft ist es auch som daß man mit aller Gewalt >> gesund gespritzt << wird, um wieder arbeiten zu können. Aber wie lange hält das an und was bringt das im Endeffekt an Lebensqualität ?
    Ich denke, eine richtige Basis ist notwendig und muß aber individuell eingestellt werden.

    Sollte eine Basis nun überhaupt nichts bringen, dann sollte der Arzt vielleicht doch noch einmal seine Diagnose überdenken und weitere Untersuchungen anstellen.

    Viele Grüße

    Werner

  11. #10
    Rubin
    Gast

    Re: Ich denke, es muß meistens sein !

    Grüß dich, Silvia,

    während meines ersten Kuraufenthaltes habe ich mich sehr wohl geweigert, die mir dort vorgeschriebenen Medikamente, insbesondere Cortison einzunehmen.

    Ich bin der Meinung, daß ich in absolut jeder Situation, trotz hilfreicher Ärzte und Kur, die Verantwortung für meinen Körper selbst übernehmen muß. Das habe ich seinerzeit, nach reiflicher Überlegung, meinen Kur-Ärzten deutlich gemacht und - es wurde akzeptiert.

    Weiterhin ist es mir nicht bekannt, daß die Krankenkassen ihre Patienten "zwingen" Medikamente einzunehmen. Ich habe allerdings
    während meiner Kur wiederholt erlebt, daß Leute, die ihre Anwendungen "schleifen lassen" bzw. nicht ordungsgemäß einhalten, obwohl sie dazu körperlich in der Lage wären, abgemahnt bzw. entlassen werden.

    @ Silvia Pfeffer: Ich habe von Anfang an neben Enbrel immer Cortison und
    Schmerzmittel eingenommen, so daß die Wirkung bis heute, nach zwei Jahren, erhalten geblieben ist. Wünschenswert wäre es allerdings "nur" mit Enbrel auszukommen. Davon bin ich allerdings
    (leider) immer noch weit entfernt.

    Wünsche einen netten Tag....

    Rubin

  12. #11
    Christine
    Gast

    Re: Ich denke, es muß meistens sein !

    Liebe Silvia, ich verstehe Deine Bedenken nur zu gut. Bei wurde die cP im Mai 2000 diagnostiziert, zu dieser Zeit habe ich die Schmerzen kaum mehr ausgehalten. Ich war 26 und konnte kaum mehr zu Straßenbahn gehen, Zehengelenke, Knöchel, Finger, Handgelenke, Knie geschwollen...mir wurde sofort zu einer MTX-Therapie kombiniert mit Cortison geraten. Hatte riesen Bedenken deswegen, habe mich nach längerer Überlegung aber darauf eingelassen. Und ich habe es nicht bereut, obwohl ich mir sehr viele Gedanken wegen der Nebenwirkungen (habe ziemliche Übelkeit nach der Einnahme) und evtl. Langzeitfolgen gemacht habe. Das MTX (anfangs 15 mg) hat nach kurzer Zeit angeschlagen und das Cortison konnte schnell auf 5 mg reduziert werden. Mittlerweile bin ich bei 3 mg Cortison und 10 mg MTX. Das Leben hat wieder eine andere Qualität bekommen! Ich habe so gut wie keine Schwellung oder Schmerzen mehr, keinerlei Morgensteifigkeit und kann ein (fast) ganz normales Leben führen. Habe gerade mein Juraexamen gemacht, daran wäre vor 2 Jahren angesichts meines Gesundheitszustands nicht zu denken gewesen. Nebenher lasse ich mich auch naturheilkundlich behandeln und bin mit diesem Nebeneinander von Schulmedizin und Naturheilkunde sehr zufrieden. Gestern war ich beim RheumaDoc und er hat davon gesprochen, dass man in einem Jahr ans Absetzen vom MTX denken könne, da eine fast komplette Vollremission eingetreten sei. Ich denke, jeder muss selbst entscheiden, welchen Weg er mit dieser unberechenbaren Krankheit geht, ich habe meinen bisher nicht bereut. Liebe Grüße Christine

  13. #12
    Britta
    Gast

    Re: Ich denke, es muß meistens sein !

    Hallo, Angie! Ich war im letzten Jahr bei einem Rheumakongress in der Medizinischen Hochschule in Hannover, dort hat ein Vortragender eine Studie zum Kortison vorgestellt, die belegt, dass Kortison durchaus die Gelenkzerstörung vermindert bzw. hinauszögert ( in Kombination mit Basismedikamenten).Als Vergleich hat er die alleinige Basismedikation genommen.
    Gruß, Britta

  14. #13
    gisela
    Gast

    Re: Ich denke, es muß meistens sein !

    Hallo Silvia,
    ich kann verstehen, das Du Dich nicht so einfach auf das MTX einlassen willst, aber na ja ich will Dir lieber von mir erzählen.

    Bei mir wurde Anfang 1999 Psoriasisarthritis diagnostiziert. Zu dieser Zeit war mein Fußgelenk angeschwollen (jeder Schuh tat mir weh), das rechte Kniegelenk war angeschwollen(ich humpelte nur noch), meine Hände waren nicht mehr zu gebrauchen (die Daumengelenke geschwollen, Mittelfingergelenke geschollen, die Handgelenke schmerzten furchtbar), die Kiefergelenke taten weh und mein Hinterkopf ( na ja ich hab keine Nacht mehr richtig geschlafen). Ich hab mich auf die MTX-Therapie eingelassen und habe es bis heute nicht bereut.

    Ich habe mit 20 mg MTX angefangen, heute bin ich bei 17,5 mg, kann wahrscheinlich im Juni auf 15 mg zurückgehen. Beim Cortinson habe ich mit 25 mg angefangen, heute bin ich bei 5 mg Erhaltungsdosis.

    Ich muss auch sagen, ich habe bis jetzt keine Nebenwirkungen und meine Beschwerden sind bis auf das linke Handgelenk (ist noch manchmal entzündet) größtenteils weg. Sonst keine entzündeten und geschwollenen Gelenke mehr. Das bei einem Wetterumschwung kleine Wewechen auftreten, ist glaub ich normal. Ich muß auch dazu sagen, das ich Vollzeit arbeite und wieder ein "fast" normales Leben führe.

    Also ich kann Dir Deine Entscheidung nicht abnehmen, aber Du wirst für Dich schon den richtigen Weg finden.

    Viele Grüße und noch einen schönen Feiertag
    gisela

  15. #14
    Pedi
    Gast

    Re: Ich denke, es muß meistens sein !

    Hallo Silvia
    Nachdem in einer Kur im Januar 1996 festgestellt wurde, dass meine Niere fast gar nichtmehr arbeitet,wurde das MTX 10mg sofort abgesetzt.Ich war schockiert und musste erstmal pausieren.
    Durch Zufall lernte ich dann eine Heilpraktikerin kennen,die selber auch Rheuma hat.Sie hat sich vorallem auf die Traditionelle chinesische Medizin / Akupunktur spezialisiert.
    Bei ihr war ich 4 Jahre lang fast jede Woche in Behandlung.In dieser Zeit habe ich der Schulmedizin vollständig den Rücken gekehrt (bin aber trotzdem zur Kur ).Bis ich an dem Punkt war,wo wirklich nichts mehr ging.Relativ verzweifelt bin ich wieder zum Rheumadoc und hab mich auf die harte Chemiekeule eingelassen.Zwar widerwillig aber ich war unendlich dankbar, als die Schmerzen endlich nachliessen.Ich war wie ausgewechselt.Letztenendes muss jeder für sich und sein Krankheitsbild entscheiden, was man möchte.
    Heute bin ich nur froh, dass in diesen 4 Jahren ohne Basismedis nicht allzu grosser Schaden an meinen Knochen angerichtet wurde.Im Moment reichen meine Medis auch nicht mehr aus und ich bekomme Neue dazu.Glücklich über soo viele Medis bin ich bestimmt nicht.aber ich möchte auf keinen Fall ausprobieren,wie es mir ganz ohne Medis geht.
    Diese fiese Krankheit kann wohl sehr agressiv sein und ich für mich denke dann sollte man auf die Rheumadocs vertrauen.
    Aber es muss halt jeder für sich entscheiden..........
    Ein gesundes Misstrauen und Hinterfragen ist sicherlich nicht falsch.
    Viele Grüsse Pedi

  16. #15
    Angie
    Gast

    Re: Ich denke, es muß meistens sein !

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    Hallo Britta,
    die Kombination von Basismedikament und Cortison mach ich ja. Cortison verhindert bzw. lindert Entzündungen. Damit ist eigentlich auch klar, dass es den Zerstörungsprozess in den Gelenken mindert. Das sagt mir zumindest mein gesunder Menschenverstand.
    Allerdings sind bei mir die Nebenwirkungen des Cortisons recht erheblich, so dass ich persönlich eben nach Alternativen suchen muss, um die Cortisondosis langfristig möglichst niedrig dosieren kann.
    Ich nehme seit einem knappen Jahr zwischen 25 mg und 6,25 mg, das ist für mich ganz eindeutig zu viel, zumal ich kurz vorher wg. einer akuten Infektion über Wochen mit riesigen Dosen i.v. therapiert worden bin. Will unbedingt runter auf max. 2 mg täglich und hoffe, ein entsprechend wirksames Basismedikament für mich zu finden. Dafür scheint aber noch ein bisserl Geduld vonnöten zu sein ...
    Danke für Deine Antwort und liebe Grüße von
    Angie

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