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  1. #1
    judith
    Gast

    gelenkpunktionen - unerwünschte nebenwirkungen?!

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    hallo ,
    ich habe vor 10 tagen eine cortisonspritze ins kniegelenk bekommen und mein arzt hat den erguß rausgezogen und die gelenkflüssigkeit untersuchen lassen.
    das knie wurde besser, aber der doc sagte mir, dass in der gelenkflüssigkeit staphylokokken gefunden wurden- die aber auch, trotz aller vorsichtsmaßnahmen, erst durch die spritze hereingetragen worden sein können.
    seit gestern ist das knie wieder dick und ich frage mich jetzt, ob ich mir gedanken machen sollte, habe schon einen arzttermin.
    die infos zur "bakteriellen arthritis" aus dem "Rheuma a-z " sehen nicht so nett aus und ich frage mich, ob die horrorschilderungen ernst gemeint sind... "innerhalb kürzester zeit zerstörung des gelenks" usw.

    hat jemand erfahrung mit sachen?

    ist mir echt wichtig und ich wäre wirklich dankbar über antworten.

    LG judith

  2. #2
    Werner
    Gast

    Re: gelenkpunktionen - unerwünschte nebenwirkungen?!

    Hallo Judith,
    eine Kortisonspritze ins Kniegelenk ist normalerweise nicht so ein großes Problem, wenn die Hygienevorschriften beachtet wurden.
    Der Raum sollte möglichst steril sein, die Einstichstelle mehrfach desinfiziert und mit sterilen Tüchern abgedeckt sein, also wie bei einer OP. Dann ist alles ok.
    Wird das Ganze allerdings so nebenbei in einer Praxis gemacht, wo der Durchgangsverkehr stattfindet, kann es problematisch werden.
    Staphylokokken gehören zur normalen Flora der Haut und sind auch in Mund und Nase vorhanden.
    In den Gelenken haben sie allerdings nichts zu suchen.
    Die Staphylokokken solltest Du auf jeden Fall mit Antibiotikas bekämpfen. Dabei muß der Arzt einen Resistenztest machen, weil diese gegen viele Antibiotikas schon resistent sind.
    Staphylokokken heften sich auch gerne an Kunststoffe an. Hast Du vielleicht irgendwann mal einen Katheter oder nach OPs Schläuche im Körper gehabt ? Oder hast Du künstliche Gelenke ?
    Oder eventuell auch Kieferprobleme ?
    Auf jeden Fall mußt Du sehen, daß Du die Biester wieder los wirst.
    Erst mal alles Gute und viele Grüße

    Werner

  3. #3
    judith
    Gast

    Re: gelenkpunktionen - unerwünschte nebenwirkungen?!

    danke für die tips- das hilft ein wenig.
    ich habe nie eine op gehabt in diesen bereichen (eigentlich bis auf die blinddarm-op vor 10 jahren überhaupt nie eine), keine künstlichen gelenke- nix.
    deshalb kann ich mir nicht vorstellen wie die "biester" da auf natürlichem wege reingekommen sind.

    allerdings wurden auch alle hygienevorschriften eingehalten, bis auf die tücher.
    ich bin aber mehrmals beinahe ohnmächtig geworden bei den punktionen- vielleicht ist in den momenten erstmal das wichtiger gewesen für arzt und arzthelferin - und es ist (meiner meinung nach) ja nur menschlich, die leute so zu versorgen dass es ihnen in *dem moment* gut geht.

    nochmal danke- judith

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  5. #4
    Elisabeth
    Gast

    Re: gelenkpunktionen - unerwünschte nebenwirkungen?!

    hallo judith, bei mir ist im august 01 das rechte knie mehrfach punktiert, ende september operiert worden; erst sechs wochen später stand fest, dass ich Chlamydien im knie hatte, hätte also gar nicht operiert werden müssen... wie die chlamydien in mein knie gekommen sind, weiß der geier. seit november werde ich mit kortison behnandelt, bekam zugleich eine dreiwöchige anti-biotika-therapie. mittlerweile habe ich zwar rheumatische probleme an etlichen gelenken (werde seit einigen wochen auch mit rheuma-basismedikamenten therapiert), aber die gelenk-entzündungen müssen nicht folge der bakteriellen infektion sein. mehrere ärzte sagten mir, wenn bakterien von außen eindrängen (also beispielsweise bei einer punktion oder operation), dann sei das eine den ganzen körper betreffende, sehr ernsthafte erkrankung, die auch mit hohem fieber einhergehe. nun zu den horror-meldungen hinsichtlich der gelenk-zerstörungen in kürzester zeit: meine sämtlich betroffenen gelenke, auch das operierte knie, wurden im märz geröntgt: noch keinerlei schädigungen an den knochen festzustellen. also erst einmal keine panik - und vor allem gute besserung. freundliche grüße, johanna

  6. #5
    Mimmi
    Gast

    Re: gelenkpunktionen - unerwünschte nebenwirkungen?!

    Hallo Judith,

    unbedingt die Sache ernst nehmen und zum Arzt gehen. Ich hatte 1976 eine Infektion im Knie (ich nehme an Yersinien) und das Kniegelenk wurde etwas geschädigt.

    Viel Erfolg beim Doc und alles Gute,

    Mimmi

  7. #6
    Diana
    Gast

    Re: gelenkpunktionen - unerwünschte nebenwirkungen?!

    Hallo Judith,

    ich war in einer vergleichbaren Situation wie Du. Deshalb kann ich das gut verstehen.
    Ich selbst hatte eine Staphylococcen – Infektion im Schultergelenk, mit dem Ergebnis 4 Wochen Krankenhaus, davon 3 Wochen am Tropf, 9 Monate arbeitsunfähig....

    Keine Panik – mir geht es inzwischen wieder gut und ich möchte Dir mit meiner Erfahrung aufzeigen wie sehr man sich selbst kümmern muss, dass es aber auch gut ausgehen kann.
    Ich hab die Geschehnisse als Erfahrungsbericht für unsere Selbsthilfegruppe festgehalten.
    Du kannst die Details ansehen unter: www.deutsches-arthrose-forum.de -> Information -> Erfahrungsberichte -> Infektionen.

    Viele Grüße und alles Gute für Dich
    Diana

  8. #7
    judith
    Gast

    Re: gelenkpunktionen - unerwünschte nebenwirkungen?!

    hallo an alle, die mir geschrieben haben,

    ...puh, nach 6 tagen aufenthalt im krankenhaus, einer athroskopie des kniegelenks mit spülung und gelenkhautentnahme bin ich glücklich wieder zuhause.
    bisher wurde in dieser probe im labor nichts bakterielles gefunden, bei vorherigen untersuchungen wurden aber zu dem zeitpunkt unbestimmte staphylokokken festgestellt.
    bin noch lange nicht sicher ob es damit getan ist, aber ich beginne, mir eine andere einstellung anzutrainieren...

    liebe grüße, judith

  9. #8
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    Stehe vor dem selben Problem wie damals...

    Hallo,
    habe grade beim Recherchieren über Gelenkpunktionen meinen eigenen Betrag von damals wiedergefunden - habe nur inzwischen einen neuen Nutzernamen - bin also "Judith" von 2002...
    Dachte, dass ich dann auch in meinem eigenen Thread weiterschreiben kann...

    Nach der OP und Gelenkspülung habe ich 10 Tage danach eine fulminante Lungenembolie gehabt, die ich beinahe nicht überlebt habe - und im Grunde hatte die Ereigniskette, die dazu geführt hatte ihren Ursprung in dieser verpatzen Punktion.
    Und wahrscheinlich war nie irgendwas los im Gelenk bezüglich Staphylokokken - Arzt, Arzthelferin oder das Labor hat die angelegte Kultur wohl verunreinigt - bei einer späteren Punktion wurde nichts mehr nachgewiesen.
    Bin gefühlsmäßig also mehr als skeptisch was Punktionen und Ärzte die das "mal eben schnell machen" angeht.

    Nach der Embolie habe ich ein Jahr gebraucht um alles wieder auf die Reihe zu kriegen. Körper, Psyche, Neuorientierung im Job - etc.
    Seitdem hatte ich die Entzündungsaktivitäten eigentlich medikamentös relativ gut im Griff.
    Kriege auch Enbrel, was das Knie seit einem Jahr gut in Schach hält, seit einigen Wochen aber kommt es aber wieder zu Problemen: das Knie ist wieder sehr dick und ich kann kaum laufen.
    Habe morgen einen Arzttermin und mache mich innerlich darauf gefasst das Gelenk punktiert zu bekommen - auch wenn ich mir geschworen habe dass dort keiner je mehr irgendwas macht.
    Nur bin ich ansonsten mit meinem Latein am Ende - alles andere wirkt kaum. Und ich will noch ein bisschen laufen, ich bin grade mal 30.

    Was hat sich in den letzten Jahren verändert bezüglich Gelenkpunktionen? Macht man das anders?
    Wird das inzwischen betäubt (bin damals mehrmals ohnmächtig geworden währenddessen)?
    Wäre toll wenn jemand mir seine Erfahrungen schildern kann...

    LG, Judith

  10. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von pat_blue
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    Knie Punktion

    Hallöchen.

    Vielleicht könnte dein Arzt dich zu einer Kniearthroskopie anmelden. Denn da kann das Knie richtig gespühlt werden und du kriegst auch eine Spinale oder Vollnarkose. Das Infektrisiko bei einer KAS ist auch sehr, sehr minim, weil eben soviel gespühlt wird.
    War als OP Schwester auch bei Kniepunktionen dabei, hatte selber noch nie eine, aber mir hat das gereicht, ich würde nicht hinhalten. Obwohl ich mich selber nicht als sehr schmerzempfindlich betitel.
    Das grösste Problem ist, dass eine Lokalanästhesie praktisch nichts nützt, da bei einer Entzündung das Medikament einfach nicht wirkt. Also normalerweise wird zwar eine LA gemacht, die nützt aber nix.

  11. #10
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    Hi,
    ich denke das werden die eher weniger gern machen, da ich nach fulminanter Lungenembolie als High-Risk-Patient gelte.
    Ganz davon abgesehen dass die mich mit dem Betäubungsgewehr erlegen müssen um mich in ein Krankenhaus zu kriegen...

    Aber vielen Dank für deinen Beitrag, das hilft schon mal weiter das alles einzuschätzen... Danke!

  12. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von pat_blue
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    Lungenembolie

    Hallöchen,

    das stimmt natürlich, von wegen high risk. Aber bei ner Spinalen mit schön Blutverdünnung würd das wahrscheinlich funktionieren. Aber wenn du natürlich mit Krankenhäusern Probleme hast, wirds schwierig....
    Aber ich wünsche Dir alles Gute und gute Besserung mit Deinem Knie.

  13. #12
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    Danke, das ist lieb...
    Ich wünsche dir auch alles Gute!

    Liebe Grüße, Judith

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