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  1. #1
    bea
    Gast

    Untersuchung beim Rheumatologen

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    Hallo,
    habe den Besuch beim Rheumatologen hinter mir, fand es nicht gerade berauschend. Er war zwar ganz nett, aber das hilft mir ja auch nicht weiter. Hat ein paar Sachen gefragt (ob es Rheuma in der Familie gibt(mein Vater hat Weichteilrheumatismus), ob ich eine Schuppenflechte habe, eine Augenentzündung, eine Darmerkrankung). Ich bin gar nicht richtig zu Wort gekommen und ich wollte auch nicht gleich meine Aufzeichnungen auspacken. Er hat Ultraschall von meinen Schultergelenken und meinen Hüftgelenken gemacht, eine Blut- und Urinuntersuchung sowie Röntgen meiner Hände(wegen event. Arthritiszeichen)angeordnet und meine Wirbelsäule abgeklopft. Dann hat er noch einige Druckpunkte an den Schultern, den Oberarmen, den Ellbogen abgetastet und meine Handgelenke auf ihre Beweglichkeit geprüft. Er meinte, ja , da gibt es auch Myogelosen im Nackenbereich...Und er sagte, dann ist es wohl eher Weichteilrheumatismus wie bei Ihrem Vater, da die Gelenke nicht betroffen sind und ich bei den Druckpunkten vor Schmerzen aufgeschrien habe. Dies sei typisch, da die Sehnenansätze schmerzhaft betroffen sind. Meine Aufzeichnungen, die ich ihm nach dem Ultraschall gegeben habe, hat er nur überflogen und mir dann wieder zurückgegeben. Er meinte immer wieder machen Sie sich keine Sorgen, die Gelenke sind nicht betroffen, es sieht so aus als sei es Weichteilrheumatismus. Dann hat er mir ein Medikament mitgegeben, das ich die nächsten drei Wochen nehmen soll. Das Medikament heißt "Katadolon", ein Schmerzmittel, das ich am Abend nehmen soll. Ich soll 2 Kps. nehmen, nur leider sind in der Packung nur 20 Kapseln und das für 3 Wochen...
    In 4Wochen habe ich wieder einen Termin. Was meint ihr, war das fürs erste o.k.? Irgendwie fertig gemacht hat mich danach nur, dass er das Weichteilrh. so runtergespielt hat, als wäre das nichts und ich habe seit Jahren und auch heute wieder Schmerzen!!!!!! Na ja, es bleibt mir sowieso nichts anderes übrig, als abzuwarten. Für mich ist schon lange klar, dass ich Fibro habe, aber ob das jemals einer herausfindet oder anerkennt ist die andere Frage und das deprimiert mich.

  2. #2
    Angie
    Gast

    Re: Untersuchung beim Rheumatologen

    Hallo Bea,
    mag sein, dass Dir andere etwas ganz anderes schreiben. Ich halte diesen Besuch für völlig normal. Übrigens gibt es außer Fibro auch noch andere Arten von Weichteiltheuma, solche mit wirklichen Entzündungen nämlich. Warum sollte er Dein Problem heruntergespielt haben - weil er kein Drama draus gemacht hat? Sei doch froh, wenn Du nix hast, was auf die Dauer Deine Gelenke unbeweglich macht bzw. verkrüppelt. Klar, Du hast Schmerzen. Aber soll der Arzt, der täglich die schrecklichsten Auswirkungen von entzündlichem Rheuma sieht, jetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und Dir sagen, dass Du etwas ganz Entsetzliches hast? Bei Dir ist bisher nix kaputt, also freu Dich doch einfach darüber. In vier Wochen hast Du wieder einen Termin (ich hatte meinen zweiten erst nach einem halben Jahr), dann erzähl ihm, wie es Dir ergangen ist. Bis dahin liegen Deinem Rheumatologen die Ergebnisse der Blutuntersuchung vor. Ich meine, dieser erste Besuch war okay.
    Alles Gute für Dich von
    Angie

  3. #3
    Uschi
    Gast

    Re: Untersuchung beim Rheumatologen

    Hi, Bea.

    Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man selbst glaubt die Diagnose zu kennen und dann zu einem Arzt muss und der ganz andere Ergebnisse hat.

    Vertrauen ist die Grundlage eines jeden Arztbesuches und ein wenig Zeit, Geduld und vielleicht noch mal eine Untersuchung braucht es oft schon, um ein Ergebnis zu erzielen.

    Du sagst du weisst, du hast Fibro und bist nun nicht mehr so sicher, wegen dem Arzt. Ich ging ohne jedes Vorwissen über cP oder Rheuma zum Arzt und wehrte mich gegen jede Art von Behandlung, weil ich der Meinung war, ich bin gesund und der Arzt hat ne Meise.

    Du siehst - es kommt auf die Einstellung an. Wart doch erst mal ab und wegen dem Rezept - geh zu deinem Hausarzt, er soll dir mehr verschreiben. Also, Kopf hoch und es wird schon besser.

    Alles Gute, viele Grüsse
    Uschi Ch.

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  5. #4
    nati
    Gast

    Re: Untersuchung beim Rheumatologen

    hallo, bea

    bin auch der meinung, das dieser besuch für den anfang schon nicht schlecht war. wenn deine medis alle sind, bestellst du einfach ein neues rezept.
    ausserdem ist es so, wie angie schon schreibt: es gibt auch andere arten von weichteilrheuma, aber das kann man an hand der blutuntersuchungen sehen. das katadolon brauch übrigens ein paar tage bis es richtg wirkt. du kannst so über den daumen mit einer woche rechnen. wenn sich dann nichts tut, würde ich beim doc anrufen und nachfragen, ob du die dosis evtl erhöhen sollst. ich selber nehme bei meiner fibro 3 mal 2 kps katadolon und das als langzeittherapie. komme aber leider nicht mehr so gut klar damit.das muss aber nicht bedeuten, dass es bei dir nicht hilft. jeder reagiert halt anders.

    also viel kraft und geduld wünscht dir nati

  6. #5
    bea
    Gast

    Re: Untersuchung beim Rheumatologen

    Hallo ihr Lieben,
    danke für eure Antworten. Ihr habt recht es war für den Anfang gar nicht so schlecht und wie ich darauf reagiere ist ganz allein mein Problem. Ich bin im Moment etwas verzweifelt, weil ich mir mal ein unbeschwertes Leben wünsche, ohne Müdigkeit, Schmerzen und dieser blöden Steifheit und Kraftlosigkeit. Ich war gestern so total müde nach dem Termin und es hat mich vielleicht deshalb so deprimiert, weil ich keinen Raum hatte dem Arzt meine Verzweiflung und meine ganzen Beschwerden mitzuteilen. Ich mache zur Zeit auch den Fehler, dass ich fast nur noch an meine Schmerzen denke und das verschlimmert sie ja auch nur. Vielleicht wäre der nächste Schritt nach der Diagnose-stellung einen Kurs über Schmerzbewältigung zu machen, damit ich aus dieser Schmerzspirale rauskomme. Ich werde also bis zu dem nächsten Termin abwarten und auch nicht mehr an Fibromyalgie denken und dann kann ich ja weitersehen.
    Ich finde es jedenfalls gut, dass ich mich mit euch hier im Forum austauschen kann und es endlich gewagt habe, mich aktiv daran zu beteiligen. Das ist ja auch schon ein großer Schritt, den ich früher nie gewagt hätte.
    Danke euch allen und noch einen sonnigen Tag, bea.

  7. #6
    Angie
    Gast

    Re: Untersuchung beim Rheumatologen

    Hallo Bea,
    ich wünsche Dir von Herzen, dass Du - ganz unabhängig von irgendwelchen Diagnosen - einen Weg findest, Dich von Deinen Schmerzen abzulenken. Das hilft oft besser als jedes Schmerzmittel - und das ohne Nebenwirkungen. Solltest Du tatsächlich an Fibromyalgie leiden, wird Dir sowas sie Cortison ja nicht helfen. Du kannst aber sehr viel über persönliche Hobbies tun. Mach das, was Dir obergut tut, und Du wirst merken, dass es Dir mittelfristig besser geht.
    Von zwei Freundinnen mit Fibro weiß ich, dass auch die Kältekammer wenigstens kurzfristig große Erleichterung bringen kann.
    Ich selbst habe hauptsächlich cP, aber auch Fibro nebenbei. Diese kriege ich aber über sehr bewusstes Genießen und ausreichende Zeiten der Entspannung gut gemeistert.
    Alles Liebe für Dich und sonnige Pfingsten von
    Angie

  8. #7
    Monique
    Gast

    Re: Untersuchung beim Rheumatologen

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    Hi Bea,
    kennst Du das Fibroforum? Dort findest Du sicher auch gute Tipps.
    http:// weiss.de/home.html

    Gute Besserung und bloß nicht unterkrigen lassen!Ich hab noch keine Diagnose...

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