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  1. #1
    Tanja
    Gast

    Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen

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    Hallo ihr Lieben,

    ich denke, das folgende Problem kennen viele:

    Ihr wollt Euch zusätzlich krankenversichern (Zweibettzimmer, Kosten für Heilpraktiker/Naturheilverfahren, Brille, Krankenhaustagegeld...) oder eine Unfallversicherung.

    Leider ist es immer das gleiche. Nachdem man die Gesundheitsfragen beantwortet hat, kommt ein "Netter" aber eindeutiger Brief der Versicherung. Leider wurde man wegen Vorerkrankungen abgelehnt - wenn keine Erkrankung mehr da ist, und man nicht mehr in den letzten 3 Jahren im KH war, kann man nochmals einen Antrag stellen.

    Aber werden wir, als CHRONISCH Kranke, nicht automatisch zu Patienten 5. Klasse ??

    Ich hjabe nun endlich eine Unfallversicherung, bin aber alles andere als zufrieden, und würde gerne kündigen. Aber, dann stehe ich wieder ohne Unfallvers. da. Und eine Zusatzversicherung in Sachen Brille, Naturheilverfahren etc. wurde immer abgelehnt.

    Kennt jemand vielleicht eine Vers., die auch was für uns chronisch Kranke anbietet, alles NICHT ganz so eng sieht, oder erst gar keine Gesundheitsfragen hat ?

    Meldet Euch doch mal hier.

    Mich würde prinzipiell interessieren, wie Eure Erfahrungen mit den Versicherungen in solchen Fällen sind.

    Gruß

    Eure Tanja H.

  2. #2
    Anke Münch
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen

    Liebe Tanja,

    ich habe seit vielen Jahren cp. Mit Zusatzversicherungen habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Selbst eine Zusatzversicherung für Zahnersatz und Brillenersatz wurde mir verweigert, da ich vor einem Jahr auf Kur war. Da mein Mann eine privat versichert ist und ich pflichtversichert bin, spüre ich hautnah die Unterschiede in der Behandlung. Selbst wenn ich meine Berufstätigkeit aufgebe, werde ich nicht über die Familienversicherung in die private aufgenommen.So ein Mist, da diese auch Heilpraktiker etc. bezahlt.Ich werde mal darüber nachdenken, ob es sich lohnt, die Aufnahme gerichtlich einzuklagen, oder den Weg der Öffentlichkeit zu gehen. Denn langsam werde ich richtig sauer. Ein Versuch wäre es wert!

    Gruß
    Anke

  3. #3
    Tanja
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric

    Hallo Anke,

    da muss ich Dir Recht geben. Vielleicht wäre es sinnvoll mit mehreren Leuten auf ein Grundsatzurteil zu drängen. Vielleicht sollte man den VdK (ich bin Mitglied) mal einschalten ?

    Mal sehen, ob sich noch andere melden...

    Gruß

    Tanja

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  5. #4
    Anke Münch
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric

    Hallo Tanja,

    keine schlechte Idee. Ich bleibe auf jeden Fall an der Sache dran und gebe Dir zwischendurch Info.Ich frage zunächst mal beim anwalt-online nach und auch beim örtlichen "Rheuma-Club".
    Wäre nicht schlecht, noch von anderen zu hören.

    Gruß

    Anke

  6. #5
    mag keinen namen sagen
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric

    Hallo Leute;
    ich find das eine super Idee.
    Wenn man chronisch erkrankt ist, wird man ja auch nur zu extrem erhöhten Preisen oder gar nicht mehr in eine private Kranken Versicherung aufgenommen, damit sind wir auf jeden Fall deutlich benachteiligt.
    Die meisten Versicherungen, ob Berufsunfähigkeit, Unfall oder was auch immer für eine Art, mit ner chronischen Erkrankung muß man entweder einen Haufen mehr bezahlen oder wird erst gar nicht genommen.

    schön das es auch so Aktivisten gibt. *ggg*

  7. #6
    Angie
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric

    Hallo Tanja und Anke,
    wäre sofort dabei! Auch ich habe mit cP und angesichts der vielen KH-Aufenthalten keinerlei Chancen, bei irgendeiner Versicherung augenommen zu werden. Hier in Österreich zahle ich für jede Sonderuntersuchung ein Schweinegeld und fühle mich kräftig verarscht. Hier werden nur Krebs- und Diabeteskranke gesondert behandelt. Klasse! Mit cP ist man hier wirklich der hinterletzte Dreck und zahlt, und zahlt und zahlt ....
    Liebe Grüße aus Tirol von
    Angie

  8. #7
    ddeMehlinger
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric

    Hallo Leute,

    es ist zwar ärgerlich, wenn man bestimmte Versicherungsarten sucht, wegen Vorerkrankungen aber nicht mehr aufgenommen wird.

    Andererseits verstehe ich Eure Aufregung aber nicht so ganz. Die Versicherungsunternehmen sind ja Privatunternehmen, denen man schlecht vorschreiben kann, wie sie ihre Geschäfte führen sollen. Wenn ich doch weiss,
    dass meine Beitragseinnahmen (Annahme: 50 Euro Monatsbeitrag für eine Krankenzusatzversicherung) nie die Kosten decken werden, die eine chronische Erkrankung mit mehreren Krankenhausaufenthalten pro Jahr mit sich bringt (Zwei-Bett-Zimmer mindestens 50 Euro/Tag zusätzlich, Ein-Bettzimmer um die 100 Euro/Tag + Rechnungen der privatärztlichen Behandlung) lass ich doch da die Finger davon. Würde es sich um Handelsunternehmen handeln, wäre das das Gleiche, als würden die einen Artikel für 10.000 Euro einkaufen und für 600 Euro verkaufen - wer macht das von denen bzw. welche Verbraucher fordern das da von denen?

    Gleiches gilt dann auch für Berufsunfähigkeitsversicherungen.

    Was momentan "geht" ist z.B. die "Riester"-Rente, da es sich hierbei in der Regel um Privatrentenverträge ohne Gesundheitsfragen handelt.

    Was auch gehen könnte, sind Unfallversicherungen. Bei neueren Tarifen (Basisversicherung) besteht da eher die Möglichkeit, noch aufgenommen zu werden. Dabei sollten aber durch Medikamentenaufnahme keine Bewusstseinsstörungen auftreten können. In einem "Schadensfall", d.h., bei einem Unfall, stellt dann der behandelnde Arzt fest, welche Einschränkungen durch den Unfall verursacht wurden und welche durch die bereits bestehende Erkrankung. Dies unterscheidet sich aber nicht von dem Verfahren nicht chronisch Kranker. Für 5.000 Euro Todesfallsumme, 80.000 Euro Invaliditätssumme (mit Progression 240.000 Euro) und 20 Euro Krankenhaustagegeld zahlen z.B. eine Frau 10,36 Euro/Monat, ein Mann 15,47 Euro/Monat.

    Insgesamt heisst das dann aber auch, dass weitere Familienangehörige, bei denen keine Erkrankungen bestehen, aber bisher auch nicht solche Verträge existieren, ggf.
    unter Verzicht auf andere gewohnte Rituale solche Verträge untergebracht werden sollten/müssten.


    ALCO
    http://people.freenet.de/alwin.corell/rrheuma.htm

  9. #8
    Uschi
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric

    Liebe Mitchatter,

    ich verstehe eure Aufregung, aber ich kann euch trösten. Ich mußte nach 25 Jahren meine private Zusatzversicherung kündigen, weil diese nicht mehr bereit waren, die chronische Dauererkrankung und deren Behandlung zu tragen!


    Gerichtsurteil OLG Karlsruhe!

    Tja, so kann es einem gehen. Wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, in der Kranke, Alte und Behinderte keine Lobby und schon gar keine Platz haben.

    In diesem Sinne!

    Eure Uschi Ch.

  10. #9
    Ulrike
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric



    Hallo Alco,

    also deine Einstellung kann ich nicht so ganz nachvollziehen.
    Nach deinem posting zu schließen, wäre ja dann eigentlich auch die Krankenkasse verrückt, für ALLE Menschen so hohe Behandlungskosten auf sich zu nehmen????!!!!!
    Ich bin wegen der cP schon oft im Krankenhaus gewesen und ich hab mir bei Gott nichts weiter gewünscht, als nur zu zweit im Zimmer zu sein. Man soll sich im Krankenhaus ausruhen???? Das ich nicht lache.
    Wenn man mit 6 anderen Personen im gleichen Zimmer liegt, dann kann man sich nicht ausruhen. Da kommt der Therapeut für die eine Bettnachbarin, die Krankeschwester bringt der anderen die Tabletten. Der dritte kriegt Besuch.
    Und, und, und.....
    Ich würde mich freuen, wenn Versicherungen mehr auf chronisch Kranke eingehen würden. Denn schließlich kann keiner was von uns dafür, dass wir bestimmte Krankheiten haben.
    Noch einen schönen Abend, Ulrike

  11. #10
    ddeMehlinger
    Gast

    Re: Zusatzversicherung f. gesetzlich Versicherte und Unfallversicherung - Gesundheitsfragen - geric

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    > Hallo Alco,
    >
    > also deine Einstellung kann ich nicht so ganz nachvollziehen.
    > Nach deinem posting zu schließen, wäre ja dann eigentlich auch die
    > Krankenkasse verrückt, für ALLE Menschen so hohe Behandlungskosten auf sich
    > zu nehmen????!!!!!

    Hallo Ulrike

    Verrückt ist die keinesfalls - wenn ich 100 Gesunde aufnehme, weiss ich ziemlich
    genau, wieviele davon irgendwann krank werden und was die kosten werden. In
    der Zwischenzeit "arbeitet" aber das Geld schon einmal, bringt Erträge, die später
    einmal helfen, Beiträge gering zu halten und Leistungen erbringen zu können. Habe
    ich wenige Mitglieder, die krank werden, erziele ich einen Überschuß, habe ich
    viele Mitglieder, die krank werden, geht meine Rechnung möglicherweise nicht
    auf - im schlimmsten Fall geht die Firma pleite.

    > Ich bin wegen der cP schon oft im Krankenhaus gewesen und ich hab mir bei
    > Gott nichts weiter gewünscht, als nur zu zweit im Zimmer zu sein. Man soll
    > sich im Krankenhaus ausruhen????
    Gegenrechnung: Man hat doch jahrelang dafür den Beitrag gespart. Dann
    kann man ja diesen Betrag nehmen davon täglich die 50 Euro für ein Zweibett-
    zimmer zahlen!

    Das ich nicht lache.
    > Wenn man mit 6 anderen Personen im gleichen Zimmer liegt, dann kann man sich
    > nicht ausruhen. Da kommt der Therapeut für die eine Bettnachbarin, die
    > Krankeschwester bringt der anderen die Tabletten. Der dritte kriegt Besuch.
    > Und, und, und.....
    > Ich würde mich freuen, wenn Versicherungen mehr auf chronisch Kranke
    > eingehen würden. Denn schließlich kann keiner was von uns dafür, dass wir
    > bestimmte Krankheiten haben.
    Das mit Sicherheit nicht - aber - Kranke waren ja nicht immer krank. Versicherungs-
    gedanke ist doch wohl der, sich dann für eine Versicherung zu entschliessen und
    diese abzuschliessen, wenn der Versicherungsfall noch nicht eingetreten ist.
    Verträge dieser Art können normal ab 1. des Geburtsmonats getätigt
    werden. Wenn ich natürlich wirklich warte, bis mir die Leistungen eines solchen
    Vertrages genehm wären, dieses "verspätete" Vertragszustandekommen
    u.U. auch noch mit schlechten Einkommensverhältnissen begründe, darf ich
    andererseits nicht nach privatwirtschaftlich geführten
    Unternehmen rufen und denen das erkennbare Risiko aufbürden.
    Verträge dieser Art werden meistens dann gemacht, wenn Besucher eines
    Krankenhauspatienten feststellen, dass sie trotz hoher Krankenkassenbeiträge
    in der "Gesetzlichen" wohl doch nicht so behandelt werden, wie man dies bei
    diesen Beiträgen erwarten könnte. D.h. aber noch lange nicht, dass z.B.
    Angehörige chronisch Kranker für den Rest der gesundheitlich nicht be-
    troffenen Familie solche Verträge abschliessen.

    Wenn in einem Haus ein Feuer wütet, die Feuerwehr schon davor
    steht und mit allen Rohren draufhält ruft doch auch keiner mehr nach der
    Versicherung und sagt, jetzt unterschreibe ich (d.h. - rufen kann er schon -
    nur, da kommt auch keiner mehr).

    Die Deutschen im Allgemeinen rühmen sich immer "überversichert" zu sein -
    im Verhältnis mit anderen europäischen Industriestaaten belegt Deutschland
    da aber eher einen der letzten Plätze.

    > Noch einen schönen Abend, Ulrike

    Gruss
    ALCO

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