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  1. #1
    Schwarzwaldalex
    Gast

    Leukozytenprobleme bei MTX und Quensyl

    Erstmal hallo an alle ,

    ich bin nun seit ein paar Wochen hier angemeldet und konnte im Forum doch einige hilfreiche Beiträge lesen.

    Ich habe seit Anfang 2000 cP, bisher war es glücklicherweise immer durch Diclofenac oder Cortison in den Griff zu bekommen, teilweise konnte ich sogar ohne jegliche Medikamente auskommen. Leider habe ich jedoch im letzten November quasi über Nacht einen sehr heftigen Schub bekommen, so daß meine Rheumatologin mir zu einer Basistherapie geraten hat, da sie mich nicht dauerhaft auf Cortison (mir reichen derzeit 8 mg, um beschwerdefrei zu sein) lassen möchte.

    Ich habe nun im März MTX bekommen - 1mal wöchtenlich. Nach großem Respekt vor diesem Medikament habe ich mich dann doch rangewagt. Erstmals für mich selber mit einem positiven Erfolg: trotz der beängstigenden Nebenwirkungen ging es mir bestens. Leider zeigte mein Blutbild etwas ganz anderes. Die weißen Blutkörperchen spielten verrückt: inbesondere die Neutrophile gingen in den Keller. Nach der 2. Einnahme und 2. Kontrolle sogar soweit, daß meine Rheumatologin mich das MTX absetzen ließ. Da ich vor 2 Jahren schon einmal mit Gold behandelt wurde, und darauf hin extreme Hautauschläge bekommen hatte, woraufhin diese Behandlung auch nicht weiter fortgeführt werden konnte, war es auch keine Alternative. Also habe ich Quensyl bekommen (1 pro Tag). Auch hier - trotz ein wenig mulmigem Gefühl - war mein Wohlbefinden bestens. Leider gab es nach der ersten Blutkontrolle (eine Woche nach der 1. Einnahme) wieder einen herben Rückschlag: die weißen Blutkörperchen haben sich wieder in die genau gleiche Richtung verabschiedet wie unter der MTX Einnahme. Daraufhin hat meine Rheumatologin auch diese Therapie erstmal ausgesetzt. Jetzt möchte sie mich zu einem Hämatologen schicken. Weiteres konnte ich mit ihr noch nicht besprechen, da der nächste Termin erst Anfang Mai anberaumt ist.

    Jetzt sitze ich natürlich hin und wieder da und mir gehen die wildesten Gedanken im Kopf herum :
    - Was macht dieser Hämatologe mit mir? Spontan kommt einem da natürlich Blutuntersuchung in den Sinn - aber vielleicht ja auch eine Knochenmarksbiospie. Und davor habe ich persönlich so große Angst (was Schmerzen angeht, bin ich einfach kein Held), daß ich einer solchen Untersuchung nicht zustimmen würde.
    - Was gibt es denn noch für Alternativtherapien in Richtung Basismedikamente für mich?
    - Was ist, wenn ich auf alles und jedes irgendwie allergisch reagiere...

    Fragen über Fragen ...
    Ich würde mich freuen, wenn sie Leute melden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, aber natürlich auch über alle anderen, die hierzu was zu sagen haben.

    Einen schönen Gruß,
    Alex
    Geändert von Schwarzwaldalex (26.04.2004 um 15:47 Uhr)

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Ellen
    Registriert seit
    08 2003
    Ort
    kleiner Ort in Mittelhessen
    Beiträge
    43

    Leidensgenosse

    hallo alex,

    ich habe zwar noch keine knochenmarksuntersuchung bekommen, aber ich glaube sooooo weit weg bin ich da auch nicht mehr.
    allerdings hoffe ich, dass sich das bei mir auch wieder erholt.

    und zwar sind meine lymphozyten (stellen die antikörper her) nur bei 7% (normalwert zw. 25 und 45%).
    mein rheumadoc meint jedoch, das wir das durch die basistherapie erreichen wollten, weil ja die antikörper die entzündung auslösen......naja, jedenfalls bin ich wegen den wenigen antikörpern permanent erkältet ....und die schmerzen sind auch nicht weniger geworden....
    ob mir auch ein besuch beim hämatologen helfen würde?!

    hmmm, ich wünsche dir jedenfalls alles gute für den arztbesuch und drück alle daumen, dass du eine geeignete basistherapie finden wirst, die dir einigermaßen gut bekommt.

    drückdrück
    ellen
    Glaub' an Liebe, Wunder und Glück!
    Schau' nach vorn' und niemals zurück!
    Tu' was du willst und steh' dazu,
    denn dieses Leben, das lebst nur du!

    Auch aus Steinen die einem im Weg liegen kann man etwas schönes bauen.

  3. #3
    "hessische Hexe" Avatar von Ulla
    Registriert seit
    04 2003
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    582
    Hallo alex,

    unter der Therapie mit Azulfidine, verabschiedeten sich bei mir die Leucos, der niedrigste Wert lag damals bei ca. 2500.
    Daraufhin wurde Azulfidine abgesetzt und eine Basistherapie mit MTX begonnen

    Zwischendurch bekam ich Azulfidine nochmal in niedriger Dosierung in Kombination mit MTX, dabei blieben die Leucos im Norm Bereich.

    Ich denke das man für jeden individuell ein passendes Medikament suchen muß und da MTX in hoher Dosierung bei Leukämie eingesetzt wird, ist es auch nachvollziehbar das sich unter einer Therapie mit MTX das BB der Leuco`s & Co nicht immer positiv verändert.

    Gruß

    Ulla
    ich lache um nicht zu weinen

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  5. #4
    Schwarzwaldalex
    Gast

    Geteilte Meinung...

    Hallo,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich glaube, da gibt es auch unter den Medizinern geteilte Meinung darüber, ob man jemand auf diesem niedrigen Level belassen kann.

    Während die einen (meine Rheumatologin) es für zu riskant halten wegen der Infektionsgefahren, sagen andere, daß der Effekt gerade gewünscht ist, weil man sieht, daß das Medikament wirkt bzw. das Immunsystem gedrosselt wird.

    Fragt sich nur, was man davon halten soll...

    LG,
    Alex

  6. #5
    fishwoman
    Gast

    leukozyten

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    hallo alex,

    ich möchte dir ein bisschen die angst vor einer knochenmarkbiopsie nehmen.
    sooo schlimm ist das gar nicht.
    ich bekomme auch quensyl als basis und als meine leukozyten letztens sehr niedrig waren (niedrig sind sie schon seit beginn der therapie), musste ich mir eine knochenmarkbiopsie machen lassen, um andere gründe für die niedrigen leukos auszuschliessen.
    ich hatte unheimlich angst, sowohl vor der untersuchung als auch vor dem ergebnis.
    aber wie schon gesagt, sooo schlimm war es gar nicht.
    erstens wird das gewebe gut betäubt, so dass man das eindringen der nadel zwar spürt, es aber nicht schmerzt. zweitens kann man zwar den knochen nicht betäuben, aber auch das ausstanzen des knochenmarkzylinders hat kaum wehgetan.
    nur das ansaugen des knochenmarks ist als kurzes, etwas unangenehmes ziehen zu spüren.
    also alles in allem war die angst vor dieser untersuchung schlimmer als die untersuchung selber.
    ...aber vielleicht macht der hämatologe bei dir ja gar keine knochenmarksbiopsie.
    ich wünsch`dir jedenfalls alles gute

    herzliche grüsse

    fishwoman

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