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  1. #1
    tano
    Gast

    SCHMERZTHERAPIE

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    hallo allerseits
    ich war schon lange nicht mehr hier. ich habe seit ca. 8 Jahren eine psoriasis arthritis und habe schon einige therapien hinter mich.
    ich habe von einer "schmerztherapie" gehört. Hat jemand schon mit dieser therapie erfahrungen gemacht? und wie beurteilt ihr diese?

    Danke Gruss
    tano

  2. #2
    Justy
    Gast

    Re: SCHMERZTHERAPIE

    Hi Tano,

    da kann ich dir jede Menge dazu erzählen, ich habe zwar keine psoraris Arthritis, aber daür Fibromyalgie und noch ein paar
    V.a. ..... Diagnosen, die es aber jetzt zu lange wäre hier zu beschreiben.

    Also, folgendes in Sept. 2000 war ich zur Kur, habe dort die Daignose Fibromyalgie bekommen, wurd dort mit versch. Antidepressiva behandelt, die leider nicht viel geholfen haben. Dann habe ich Infusionen mit Procain bekommen, Procain ist ein Medikament eines Prototyps eines Lokalanästhetikums, wurde früher bevorzugt eingestzt bei der Leistungsanösthesie. Heute kenne ich Procain, das es als Schmerzmittel eingestzt wird, eben als Mix zu Inusionen oder in der Neuraltherapie.
    Die Infusionen mit Procian habe mir anfangs sehr gut geholfen, bis die Dosis, der Ampullen immer mehr erhöht worden ist. Dann habe ich große Probleme mir Kreislauf gehabt und die Infusionen wurden abgestzt und ich habe Oxygesic erhalten.
    Oxygesic gehört zu den Opiaten, die Btm-pflichtig sind und wirkt ähnlich wie Morphin, in der Kur haben mir die Tabletten dann gut geholfen und ich wurd nach dem Aufenthalt nach Hause entlassen und sollte zum Doc zu Hause und meine Therapie weiter aufrechthalten.

    Meine Internistin hat mir dann das Oxygesic weiter verschrieben und aber mir auch geraten, das ich mich an ein Schmerztherapeut wenden soll. Das habe ich dann auch gemacht.
    Die Therapie ging dort in versch. Richtungen weiter, ich habe wieder Infusionen bekommen mit Procain aber nicht so ne große Dosierung wie in der Kur und das Oxygesic als Tabletten weiter bekommen. Um so länger ich das genommen habe, um so mehr habe ich gemerkt, das die Wirkung vom Oxygesic nachlässt und die Dosis müsste erhöt werden, bis ich nicht mehr in der Lage war, überhaupt noch Auto zu fahren, und nur noch Müde und k.o. war.

    Dann habe ich von meinem Schmerztherapeuten ein anderes Morphin bekommen, weil ich immer noch diese Starken, unerträglichen Schmerzen am ganzen Körper hatte.
    Ich habe M-dolor verschrieben bekommen, diese habe ich dann auch ca 1/2 Jahr genommen, mit dem hatte ich zu anfangs Linderung der Schmerzen, bis die Dosis immer höher gesetzt worden ist und ich wieder Arbeitsunfähig war.
    Die Infuisonen mit Procain wurden dann auch weniger, weil mir der Schmerzhterapeut sagte, das man die Infusionen auf Dauer nicht machen kann, weil mein Herz da auf diese Belastung nicht mitgespielt hat und es nicht mehr zu verantworten war mir die Infusionen zu geben, die mir nun mal am besten geholfen haben.

    Heute bin ich von den Infusionen und vom Morphin weg und total Stolz darauf, das ich das Zeug nicht mehr nehme, obwohl ich mir in den letzten Monaten, das von meinen Schmerzen her, sehr oft geünscht habe.
    Zur Zeit nehme ich ein Rheumamittel und keine Morphine, dafür aber andere Schmerzmedis, komme so einigemassen über die Runden, aber bin nie Schmerzfrei damit.

    Zum Abschluss noch mal zum Thema Schmerztherapeut, also prinzipiell habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht, weil vorallem dieser Schmerzdoc, hatte für seine Pat. lt. meinen Eindruck viel mehr Zeit gehabt. Seine Behandlungsmöglichkeiten/ Verordnungsmöglichkeiten sollen auch viel größer sein vom Budget, wie die von anderen Ärzten, ob das stimmt weiß ich nicht!!

    So das reicht erstmal, wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne noch anmailen!

    Justy

  3. #3
    Robert
    Gast

    Re: SCHMERZTHERAPIE

    Hallo tano,

    ich habe lebenslange Schmerzzustände im gesamten Körper, die sehr starke Ausmaße annehmen können. Schmerzmittel nehme ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Und eine vorübergehende Einnahme von Voltaren und Novaminsulfon in Kombination mit einer infiltrierten Dosis Scandicain und ein wenig Heparin zur OP-Vorbereitung habe ich mit einem schönen anaphylaktischen Schock bezahlen dürfen. Schon die Diclofenac- und Metamizolhaltigen Mittel reichen schon heute als Kontaktallergen aus, um mich sehr krank zu machen. Ich praktiziere für mich selbst seit Jahrzehnten eine Art Kombination aus Atem- und passivem Muskeltraining in Stressphasen, die natürlich bei mir vorwiegend durch Schmerzen ausgelöst werden. In extremen Schmerzphasen hat mir seit 1990 schon dreimal die Akupunktur so gut helfen können, daß ich in einigen Regionen des Körpers lange absolut schmerzfrei war und nach diesen schmerzfreien Monaten zumindest für die wieder aufgetretenen Schmerzen eine Absenkung auf ein erträglicheres Niveau hatte, als es mir vorher bekannt war. Es ist durch mehrere Studien auch nachgewiesen, daß die Akupunktur die Wirkung von Morphinen erreicht. Allerdings ohne die Nebenwirkungen, die für mich eher Folgeprobleme genannt werden sollten.

    Auszug aus einer internationalen Studie:

    "Akupunktur ist in der Behandlung chronischer Schmerzzustände sehr wirksam, indem sie 55--85% der Patienten hilft; damit hält sie ohne weiteres den Vergleich mit starken Medikamenten aus (z. B. helfen Morphine in 70% der Fälle)"

    Einige Infos zur Akupunktur:
    http://www.akupunktur-aktuell.de/fb_analgesie.htm
    http://www.forschungsgruppe-akupunktur.de/

    Liebe Grüße

    Robert

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  5. #4
    VerenaHH
    Gast

    Re: SCHMERZTHERAPIE

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    Schmerztherapie ist eigentlich kein feststehende Konzept. Es wird normalerweise in Zusammenarbeit Patient-Arzt, erstellt. Es gibt ganz unterschiedliche Ärzte, welche Schmerztherapien machen, von Anästhesisten bis zum Akkupunkteur. Genauso unterschiedlich ist auch die Behandlung. Es fängt bei Schmerzverarbeitung (also Psyche) an und geht bis zum Einbau von Morphinpumpen. Man kann kein pauschales Urteil über Schmerztherapie äußern. Am besten bist Du sicher in einem Schmerzzentrum oder einer Schmerzklinik aufgehoben, da die das gesamte Spektrum abdecken und nicht nur einen kleinen Bereich. Das Wort Schmerztherapie bedeutet eigentlich nur, dass man sich weniger um Diagnosen oder ähnliches kümmert, sondern in erster Linie versucht den Schmerz zu bekämpfen. Manche Krebskranke bekommen zum Beispiel auch so eine Therapie. Es gibt also viele Wege und Mittel. Ausprobieren.
    Wünsche Dir viel Erfolg

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