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  1. #1
    melanie
    Gast

    künstliches hüftgelenk

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    hallo,
    ich bin 27 Jahre alt, und stehe wegen einer angeborene Hüftgelenksdysplasdie vor der Entscheidung ein künstliches Gelenk zu bekommen. Da ich bisher noch niemanden getroffen habe, der so jung diese Op macht, würde ich mich freuen, von Leuten zu hören, die mit einer Endoprothese leben.
    Ich hab auch viele Fragen zum Thema Schwangerschaft, Sport etc.
    Wer Lust hat zu schreiben kann das ja erast mal per mail tun, vielleicht kann man ja auch mal telefonieren, oder sich treffen.
    Ich komme aus dem hamburger Raum
    Bis bald
    Melanie

  2. #2
    melanie
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    hallo,
    suche leute, die erfahrung mit einer Endoprothese haben.
    cih bin 27, und möchte daher gerne mit leuten sprechen, die auch noch recht jung für diese OP waren. bei mir steht die entscheidung für oder gegen ein künstliches Gelenk noch an, und ich hab viele fragen zum thema
    liebe grüße
    melanie

  3. #3
    Martina
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    Hallo Melanie!
    Vor 4 Jahren stand ich auch vor der Entscheidung, damals war ich 33 Jahre und fühlte mich auch zu jung für eine TEP. Doch ich habe mich dafür entschieden und bereue es bislang noch keinen Tag!
    Welche Fragen hast Du denn bzgl. der TEP etc.?
    Vorab kann ich Dich schon mal beruhigen, man kann mit einem künstlichen Gelenk mehr machen, als man so denkt.
    Bis demnächst
    Martina

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  5. #4
    Sabine
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    Hallo Melanie,
    ich heiße Sabine und bin 33 Jahre alt.
    Ich bekam im November letzten Jahres ein neues Hüftgelenk.
    Habe meine ambulante Reha jetzt fast hinter mir, bin schmerz-
    frei und sehr glücklich mit meiner neuen Hüfte.
    Wenn Du noch Fragen hast, maile sie mir zu.
    Viele liebe Grüße von
    Sabine

  6. #5
    melanie
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    hallo martina!
    vielen dank für deine schnelle antwort, jetzt ein paar meiner 1000 fragen:
    wo hast du die op machen lassen, und kennst du gute kliniken?
    wie geht es die heute?
    kannst du gut lange strecken gehen? und sport machen?
    was muss ich beachten, wenn ich mal kinder bekommen möchte? geht das mit der tep, oder schadet eine schwangerschaft?
    was hat man dir erzählt, wie lange eine tep hält, und wie oft man sie austauschen kann?
    weißt du etwas über die vor und nachteile von zementierten teps?
    hast du, bevor du die op gemacht hast noch andere therapien versucht? (die auch erst noch geholfen haben?)
    allgemein würde ich die op gerne noch herauszögern, bin aber schon relativ eingeschränkt...kurze gehstrecke, ruheschmerz etc.
    wie ging es dir, bevor du dich für die op entschieden hast?
    bis bald
    melanie

  7. #6
    Martina
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    Hallo Melanie!
    Jetzt versuch ich mal Deinen Fragenkatalog abzuarbeiten, also:
    Ich habe die OP in Ulm im RKU machen lassen. Das ist eine orthopädische Spezialklinik (gehört zur Uni Ulm). Dort werden sehr viele Teps "eingebaut", so daß die über eine große Erfahrung verfügen. Die haben auch eine homepage, kannst Du Dir ja mal ansehen (www.rku.de). Das Problem ist nur die Entfernung, denn von Hamburg nach Ulm ist es doch schon recht weit. Nur anderseits sollte man sich auch überlegen, wie wichtig einem die Klinik ist und so einen weiten Weg evtl. in Kauf nehmen. In Hamburg gibt es zwar die Endoklinik aber auf verschiedenen Rat habe ich mich damals dagegen entschieden. Einen ganz guten Ruf haben auch die Orthopädie der Uni Heidelberg sowie Prof. Wirth vom Annastift in Hannover. (Prof. Wirth hat schon öfter in Fernsehreportagen über Teps berichtet und scheint technisch sehr fortschrittlich zu operieren)
    Sicherlich wird jeder, der Dir mailt, seine Klinik für die beste halten, aber die eigene Erfahrung hat man eben auch nur dort.

    Mir geht es heute sehr gut, d.h. ich merke die Hüfte überhaupt nicht. Vorher habe ich immer gedacht sie würde so eine Art Fremdkörper sein. Das ist überhaut nicht so, denn dadurch, daß es mir damit viel besser geht, habe ich sie voll aktzeptiert. Schmerztechnisch hatte ich auch nie Probleme, wobei ich sagen muß, daß man eigentlich erst nach einiger Zeit das absolut sichere Standgefühl hat. (kann auch psychisch bedingt sein, weiß ich nicht) Jedenfalls würde z.B. am Strand keiner die Hüfte bemerken, wenn ich nicht die Narbe hätte, aber das ist auch kein Problem.

    Bislang hatt ich noch keine Schmerzen beim Gehen, Radfahren, Schwimmen etc. Auf anderen Sport muß ich leider wegen der Arthritis verzichten. Ich weiß aber von einer Freundin, die gleichalt ist, daß sie mit ihrer Tep sogar im Gelände Mountainbike fährt und ihre Beine total verknoten kann, obwohl das gar nicht so ratsam ist.

    Selbstverständlich kann man mit einer Tep Kinder bekommen, laut meinem Operateur sogar manchmal besser als vorher. Eventuell muß man allerdings einen Kaiserschnitt machen, aber das ist ja auch nicht so schlimm.

    Die Tep kann bei ordentlichem Umgang bis zu 20 Jahre halten. Wenn man eine nicht zementierte tep nimmt, die in den Knochen einwächst, so kann man später auf eine zementierte umsteigen, die dann aber auch noch ausgewechselt werden kann. Von Prof. Wirth in Hannover weiß ich, daß er neuerdings als erstes, wenn es geht, sogar irgendwelche Kurzkopfteps verwendet, um danach eine normale einwachsende zu verwenden und danach erst Zement.

    Zementierte teps nimmt man idR bei älteren Patienten, da diese keine Austausch OP brauchen. Zemenierte Teps haben den Vorteil, daß sie fast sofort fest sitzen und dann gleich belastet werden dürfen. Bei einwachsenden muß man erst längere Zeit entlasten, bis man dann nach 12 Wochen ohne Krücken gehen darf. Aber hier ist das Schema und die Überzeugung in jeder Klinik anders. Manche Ärzte sagen, man darf nach 6 Wochen schon voll belasten, andere sind vorsichtiger....

    Ich habe vorher gegen die Schmerzen Kortisonspritzen ins Gelenk bekommen. Das hat zwar eine zeitlang gereicht, aber irgendwann konnte ich gar nicht mehr auftreten, so daß es höchste Zeit war. Hinzu kam, daß die Sehne in der Leiste sich verkürzt hatte und ich das Bein weder abspreizen noch strecken konnte. Treppensteigen ging natürlich auch nicht mehr. Das ist jetzt alles wieder ok!

    Je länger man die Operation hinauszögert, d.h. je eingeschränkter man ist, umso länger dauert es auch hinterher, bis man wieder voll fit ist. Du steckst die OP selbst natürlich auch besser weg, wenn Du körperlich fit bist, als wenn Du z.B. monatelang nur noch rumgelegen hast. Sehr wichtig ist der Zustand Deiner Muskulatur, denn die trägt Dich hinterher.

    In Deiner Situation würde ich mir überlegen evtl. erst eine Umstellungsosteotomie machen zulassen, sofern das möglich ist. Dann hast Du schon mal eine tep rausgezögert. Im rku habe ich zwei Patienten getroffen, die das gleiche haben wie Du. Der eine wurde stationär mit einer Gelenksarthroskopie mit Abschleifen o.ä., KG, physikalischer Therapie und Medikamenten behandelt, so daß er nach 2 Wochen wieder entlassen wurde. Die andere hatte als Kind die Umstellungsosteotomie beidseits machen lassen und stand jetzt ca. 20 Jahre später vor der tep.

    So, jetzt hast Du erstmal einiges zu lesen...
    Ich hoffe, daß ich Dir etwas geholfen habe. Ich weiß selbst, daß man sich anfangs mit der Entscheidung sehr schwer tut. Aber es ist irgendwie wie immer im Leben, daß man hinterher sagt: "Wenn ich gewußt hätte, daß das alles so einfach ist, dann hätte ich es schon viele eher gemacht".

    Ciao bis bald
    Martina









    Auch nderseits ist man dort natürlich auch auf diese

  8. #7
    melanie
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    hallo martina!
    lieben dank für deine ausfürliche und ehrliche antwort...
    leider hab ich jetzt nur ganz kurz zeit, und bin erst am montag wieder da. ich hab bis jetzt von einigen seiten die empfehlung für die endo-klinik in hh bekommen, und fände es gut, deine gründe gegen diese klinik zu hören...
    aber erst einmal ein schönes wochenende
    bis bald
    melanie

  9. #8
    jauja
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    Liebe Melanie,

    ich bin jetzt 34 Jahre jung und habe meine erste Hüft-Tep mit 27 Jahren bekommen, meine andere Hüft-Tep mit 32 Jahren und mein Knie-Tep mit 33 Jahren bekommen.
    Ich kann nur sagen, ich würde es immer wieder machen. Ich habe es bisher noch nieeeeeeeeeee bereut.
    Mit meiner ersten Hüft-Tep habe ich auch einen Sohn geboren und zwar auf ganz normalen wege und ohne Komplikationen.
    Die Schmerzen mit den kaputten Gelenken war tierisch und jetzt ist alles richtig toll. Sport kann ich jetzt auch machen, was ich vorher nie machen konnte.
    Viele Grüße von jauja

  10. #9
    Wattwurm
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    Hallo,
    du wohnst doch in Hamburg, da habt ihr doch gut Kliniken, z.b. die endoklinik oder Eppendorf. Bad Bramstedt ist auch nicht weit und sehr gut.
    Gruß Wattwurm

  11. #10
    Markus
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    Hallo Melanie,

    ich habe gerade Deine Nachricht gelesen und daran gedacht wie es mir vor ca. 11/2 Jahren gegangen ist.
    Ich (m) bin jetzt 31 Jahre alt und habe seit Okt. 2000 eine neue Hüfte. Ich habe eine sogenannte Druckscheibenprothese bekommen.
    Das ist eine relativ kleine Prothese, bei der nur sehr wenig von der ursprünglichen Knochenmasse zerstört wird. Somit ist bei hoffentlich in ferner Zukunft anstehenden OP´s noch genügend Knochenmasse für eine normale Prothese vorhanden.
    Ich muss sagen ich habe auch meine Entscheidung bisher noch keine Minute bereut.
    Auch ich konnte kaum noch laufen. Lange Spaziergänge - Fehlanzeige. Einkaufsbummel in der Stadt ein Horrortrip. Ich hatte auch teilweise starke Ruheschmerzen.
    Somit habe ich mich relativ Kurzfristig für eine neue Hüfte entschieden. Seitdem geht es steil Bergauf (Das mit den Bergen dürfte in Hamburg ein Problem sein - Scherz).
    Für die Genesungszeit habe ich ca. 3 Monate (4 Wochen Klinik, 4 Wochen Reha, Rest Gymnastik und Muskelaufbau) gebrucht.

    Ich kann Dir nur sagen, jede Minute, jeder Tag mit Schmerzen ist ein verlorener Tag in Deinem jungen Leben.
    Denn vor der OP war für mich die Lebensqualität ganz schwer in richtung Nullpunkt gesunken.

    Wenn Du noch genauere Info´s brauchst (außer Fagen hinsichtlich Schwangerschaft), dann würde ich mich sehr freuen mal wieder was vor Dir zu hören. Ich habe noch mit vielen "Leidensgenossen" E-Mail kontakt.

    Auch ich habe mich damals an alle Informationen und Hilfen geklammert, die ich kriegen konnte. Das hat mir sehr geholfen.

    Auf wiedermailen

    Markus

  12. #11
    Edmund
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

    Hallo,
    Habe im Oktober in der Erler-klinik (Nürnberg) an der linken Hüfte eine zementfreie TEP mit "Robodoc" bekommen, die rechte folgt in 2 Wochen. Am 2. Tag nach der Operation durfte ich das Bein voll belasten. (Nur die Operationswunde hat ein bischen weh getan). Letzte Woche bin ich in drei Etappen 110km Fahrrad gefahren, nur die noch nicht operierte rechte Hüfte behinderte mich!
    Die Passgenauigkeit dieser o.g. Operationsmethode verhindert eine "Mikrobewegung" des Knochens. Deshalb ist auch ohne "Zement" die sofortige Belastung möglich.
    Gruß
    Edmund

    PS
    Erler-Klinik: www.erler-klinik.de
    weitere Informationen: www.kuenstliches-gelenk-forum.de

  13. #12
    melanie
    Gast

    Re: künstliches hüftgelenk

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    hallo ihr lieben,
    vielen dank für die antworten und tipps..
    mir geht es gerade zumindest emotional besser, weil ich nicht immer nur von über 70-jährigen höre, wie es läuft mit eiener tep.
    ich werde mich in nächster zeit in der endo-klinik in hamburg beraten lassen, und mal gucken, ob ich die op in diesem jahr noch mache. also, noch mal dicken dank an alle und ich werd mich wieder melden
    melanie

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