RSS-Feed anzeigen

Ursachensucherin

Beschwerdefrei durch Weglassen bestimmter Nahrungsmittel

Bewerten
Wie mein Nickname schon sagt, versuche ich die Ursache oder zumindest den Auslöser für meine cP zu finden und habe dabei erfolgreich mit Ernährung experimentiert. Meine cP begann 1989. Es quälten mich alle Gelenke bis auf die Wirbelsäule (selbst die Unterkiefergelenke). In der Rheuma-Ambulanz einer Klinik war ich zwei Jahre lang mit mäßigem Erfolg in Behandlung. Ich lebte äußerst gesund (rauchte nicht, trank keinen Alkohol, keinen Kaffee etc) stattdessen aber Milchprodukte, Fisch, Eier und manchmal auch Fleisch. Dann fiel mir auf, dass meine Verdauung etwas merkwürdig war. Als ich das dem behandelnden Prof. erzählte, sagte er, es könne eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Ich solle eine sogenannte Suchkostdiät beginnen: 14 Tage lang nur Reis, Kartoffeln, Möhren und Bananen. Danach alle zwei Tage ein Nahrungsmittel dazu nehmen z.B. Milch, dann ein Ei, etc. (aber keine Fertiggerichte oder Backwaren, deren Inhaltsstoffe man nicht genau ermitteln kann). Daneben solle ich buchführen über den jeweiligen Stand meiner Schmerzen (wo und wie stark). Immer wenn ich ein Nahrungsmittel gefunden hatte, das meinen Zustand nicht verschlechterte, konnte ich das in meine Unbedenklichkeitsliste aufnehmen. Diese Prozedur dauerte etwa 6 bis 8 Wochen. Dann sagte mir der Arzt, dass ich nun meine Rheumamittel allmählich runterfahren solle. Ich fand heraus, dass es das tierische Eiweiß war, das ich nicht vertrug mit Ausnahme von Krusten- und Schalentieren, Süßwasserfisch und Lammfleisch und deren Produkten. Ich aß also Schafskäse, Schafsjoghurt, Forelle, Muscheln und Garnelen und jede Menge Obst und Gemüse, trank hin und wieder ein Bierchen und rauchte auch schon mal wieder eine Zigarette. Quintessenz: ich lebte 12 Jahre ohne Medikamente ohne Schmerzen. Ich war einfach rundum fit - aber wehe ich aß mal irgendwo Eiernudeln oder irgendein verstecktes Milchpulver in einer Fertignahrung. Dann hatte ich 1-2 Tage später sofort wieder Schmerzen, die erst nach einer Woche verschwanden. Ich habe mich so sehr an diese Diät gewöhnt, dass ich selbst nach 10 Jahren, als ich wieder ALLES essen konnte, meinen Speiseplan kaum geändert habe. Nun allerdings zwangsweise: Nach zwei Unfällen (OP an Knie- und Handgelenk) tauchte die cP plötzlich wieder auf (Knie, Hand, Ellebogen und Schulter). Auslöser für ein cP sind ja oft Unfälle, psychische oder auch andere Erkrankungen. Sogleich starte ich meine altbewährte Diät, allerdings nicht mehr so erfolgreich. Der Körper ändert sich innerhalb von 12 Jahren. So suchte ich wieder einen Rheumatologen auf, der mich in meiner erneuten Suche nach Nahrungsunverträglichkeiten bestätigte. Welche Nahrungsmittel die Schmerzen auslösen, muss man allerdings selber herausfinden. Inzwischen ist es bei mir noch immer das Eiweiß, allerdings sind es jetzt nicht die Eiweiße BESTIMMTER Tiere, sondern die EiweißMENGEN, die mir zu schaffen machen. Also: keine "Eiweißbomben" wie Muscheln, Meeresfrüchte, aber auch möglichst kein rotes Fleisch wie Schwein, Rind, Lamm. Dafür kann ich ab und zu ein Ei, ein bißchen Geflügel und in geringen Mengen Käse essen. Ich nehme dazu 4 Milligramm Kortison pro Tag und bin wieder absolut beschwerdefrei. Die Suchkostdiät ist zwar kein Patentrezept für jedermann, aber vielleicht einen Versuch wert. Wer extrem unter seinen entzündlichen Gelenken und Sehnen leidet, der sollte es vielleicht mal versuchen. Viel Erfolg.

Kommentare

  1. Avatar von Silvia Wild
    Hallo Mit Interesse habe ich deinen Beitrag gelesen. Es trifft bestimmt zu das bestimmte Nahrung, aber auch Bier die Schmerzen fördert. Bestimmt auch Zucker. Ich habe das Problem dass ich nicht den starken Willen habe alles erst einmal wegzulassen um herauszufinden was ich nicht vertrage. Ich muss mich schon in vielen Dingen ständig kontrollieren und mich nervt es einfach. Was mich auch heute total nervt, ist, dass die Ärzte einem erst mal nichts sagen und einen mit den Schmerzen alleine lassen. Sie haben mich nicht aufgeklärt was es ist, nur mal kurz was von Arthrose gesagt und dies war es auch schon. Sie wollten mir irgendwelche Medikamente verschreiben, die will ich aber nicht. Von irgend einem Medikament bekam ich Tinitus und jetzt nehme ich nur noch Zeel comp und seit ein paar Tagen erprobe ich Orthomol arthro Plus. das ist ein Nahrungsergänzungsmittel was den Knochen und Knorpel Stoffwechsel unterstützt, Essenzielle Knorpelbausteine beinhaltet und Entzündungshemmend sein soll. Kennt das jemand und hat damit positive Erfahrung gemacht? Mir wurde auch nicht gesagt dass die Arthrose von einem Orthopäden behandelt wird. Kurz um, ich bin von Ärzten total genervt. Schließlich habe ich seit über 10 Jahren Schmerzen und nie wurde wirklich was untersucht, erst als die Finger dick wurden. Und dann wird es auch nicht richtig behandelt. Ich wünsche euch allen alles Gute und viel Erfolg. Silvia
  2. Avatar von Ursachensucherin
    Zitat Zitat von Silvia Wild
    Hallo Mit Interesse habe ich deinen Beitrag gelesen. Es trifft bestimmt zu das bestimmte Nahrung, aber auch Bier die Schmerzen fördert. Bestimmt auch Zucker. Ich habe das Problem dass ich nicht den starken Willen habe alles erst einmal wegzulassen um herauszufinden was ich nicht vertrage. Ich muss mich schon in vielen Dingen ständig kontrollieren und mich nervt es einfach. Was mich auch heute total nervt, ist, dass die Ärzte einem erst mal nichts sagen und einen mit den Schmerzen alleine lassen. Sie haben mich nicht aufgeklärt was es ist, nur mal kurz was von Arthrose gesagt und dies war es auch schon. Sie wollten mir irgendwelche Medikamente verschreiben, die will ich aber nicht. Von irgend einem Medikament bekam ich Tinitus und jetzt nehme ich nur noch Zeel comp und seit ein paar Tagen erprobe ich Orthomol arthro Plus. das ist ein Nahrungsergänzungsmittel was den Knochen und Knorpel Stoffwechsel unterstützt, Essenzielle Knorpelbausteine beinhaltet und Entzündungshemmend sein soll. Kennt das jemand und hat damit positive Erfahrung gemacht? Mir wurde auch nicht gesagt dass die Arthrose von einem Orthopäden behandelt wird. Kurz um, ich bin von Ärzten total genervt. Schließlich habe ich seit über 10 Jahren Schmerzen und nie wurde wirklich was untersucht, erst als die Finger dick wurden. Und dann wird es auch nicht richtig behandelt. Ich wünsche euch allen alles Gute und viel Erfolg. Silvia
    Bei derartigen jahrelangen Schmerzen sollte man unbedingt einen Facharzt aufsuchen. Das heißt einen Rheumatologen !!! Mit praktischen Ärzten und Orthopäden habe ich die Erfahrung gemacht, dass man dort nur kurzfristig Kortison bekommt und dann vielleicht Schmerzmittel wie Voltaren, Diclophenac oder Ibuprofen. Mit "sanften" homöopathischen und pflanzlichen Mitteln habe ich es damals auch versucht. Doch empfahl mir jene Ärztin, unbedingt zu einem Rheumatologen zu wechseln. Denn: lebt man weiter mit den Entzündungen, verschlimmert sich in der Regel das Krankheitsbild und führt zur irreversiblen Zerstörung der Gelenke.
    Viel Erfolg.
  3. Avatar von Parabelflug
    Als ich das dem behandelnden Prof. erzählte, sagte er, es könne eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sein. Ich solle eine sogenannte Suchkostdiät beginnen: 14 Tage lang nur Reis, Kartoffeln, Möhren und Bananen. Danach alle zwei Tage ein Nahrungsmittel dazu nehmen z.B. Milch, dann ein Ei, etc. (aber keine Fertiggerichte oder Backwaren, deren Inhaltsstoffe man nicht genau ermitteln kann). Daneben solle ich buchführen über den jeweiligen Stand meiner Schmerzen (wo und wie stark). Immer wenn ich ein Nahrungsmittel gefunden hatte, das meinen Zustand nicht verschlechterte, konnte ich das in meine Unbedenklichkeitsliste aufnehmen. Diese Prozedur dauerte etwa 6 bis 8 Wochen. Dann sagte mir der Arzt, dass ich nun meine Rheumamittel allmählich runterfahren solle. Ich fand heraus, dass es das tierische Eiweiß war, das ich nicht vertrug mit Ausnahme von Krusten- und Schalentieren, Süßwasserfisch und Lammfleisch und deren Produkten. Ich aß also Schafskäse, Schafsjoghurt, Forelle, Muscheln und Garnelen und jede Menge Obst und Gemüse, trank hin und wieder ein Bierchen und rauchte auch schon mal wieder eine Zigarette. Quintessenz: ich lebte 12 Jahre ohne Medikamente ohne Schmerzen.
    Hallo Ursachensucherin,

    Deinen Blogeintrag finde ich sehr hilfreich. Danke dafür! Wenn meine Rheumatologin dann nächste Woche die Laborwerte hat und eine erste Diagnose stellen kann, werde ich mal sehen, ob es auch für mich in Frage kommt.

Trackbacks