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Fipsi

Donnerstag, 06.12.2012, Nikolaustag

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Bevor ich euch von heute erzähle, wollte ich euch noch einmal über meine „Druckpunktmessung“ berichten, die gestern stattgefunden hatte. Dazu musste ich mich bis auf die Unterwäsche ausziehen und mit meinem Behandlungstuch auf eine Liege legen. Dann wurden mit einem Druckmessgerät verschiedene Punkte auf meinem Körper angedrückt und wenn es mir unangenehm werden sollte, sollte ich gleich Bescheid sagen. Das Ergebnis habe ich heute unverhofft bekommen, aber dazu später.
Nach dem ich gestern als Nikolaus im Hause unterwegs war, war der heute Morgen, auch Dank der anderen, fleißigen Nikoläuse, ein voller Erfolg. Die beiden haben sich riesig gefreut. Auch war es sehr schön, dass es in der Nacht wieder geschneit hatte.
Hier mal stichwortartig mein heutiger Tagesablauf:
6:20 Uhr aufstehen mit den Kiddies und Nikolausbescherung
7:00 Uhr Frühstück
7:45 Uhr Fahrt zum Kindergarten
8:20 Uhr wieder zurück
8:30 Uhr Aquajogging, dazu bekam ich eine Art Schwimmring um, Badeschuhe an und Schaumstoffhanteln in die Hand. Mit verschiedenen Übungen wurde dann durch das Becken mal in die eine und dann wieder in die andere Richtung „gelaufen“.
9:30 Uhr Schmerzbewältigung ist eigentlich eine Gruppentherapie, die auf 3 Tage aufgeteilt ist, aber außer mir war nur noch eine andere Frau da, was aber nicht unbedingt schlimm war. Dort haben wir darüber gesprochen, wie Schmerz entsteht, was es für Möglichkeiten zur Bewältigung gibt etc. Unter anderem wurde auch besprochen, wie wichtig verschiedene Medikamente sind, damit die Schmerzschwelle wieder raufgesetzt wird, für einen besseren Schlaf sorgt, was halt das Amitriptylin macht. Ich muss ehrlich zugeben, ich nehme das Medikament sicher nicht gerne, aber ich habe die Tage, die ich es nach ärztlicher Anweisung nicht genommen habe, sichtlich schlechter geschlafen und auch die Empfindlichkeit war sofort wieder da, was ich ja nicht glauben wollte, aber schmerzhaft feststellen musste.
Also stand ich 10:50 Uhr vor dem Schwesternzimmer, um einen Termin mit meiner Ärztin zu machen. Aber welche ein Glück, sie war gerade da und nahm mich mit ins Behandlungszimmer. Sie sagte mir, dass der Auslassversuch auch eine Provokation gewesen sei, um herauszufinden, wie ich reagiere. Da die Druckpunktmessung aber wohl katastrophal ausgefallen ist und ich genau wie sie vermutet hatte darauf reagiert habe, sagte sie mir gerade heraus, dass sich die Diagnose der Fibromyalgie bei mir bestätigt hat. Nun weiß ich nicht, ob ich froh darüber sein soll, diese Diagnose zu haben. Einerseits habe ich eine und kann daran arbeiten, andererseits ist es schon hart, es wirklich zu haben.
11:00 Uhr Einzelkrankengymnastik. Ich dachte, dass ich mit Übungen anfange, aber ich bekam nur eine „Heiße Rolle“ auf den Rücken, was wirklich nicht unangenehm war.
11:45 Uhr Vierzellenbad
12:00 Uhr Mittagessen
13:15 Uhr Moorpackung. Dies war meine erste Moorpackung, die ich je bekommen habe und es war mir nicht gerade angenehm, wie Gott mich schuf in der Kabine mit Liege und Dusch zu stehen, als dann das Moor gebracht wurde. Man muss sich da so vorstellen: Riesenhandtuch auf Liege, da drauf großes Laken, da drauf eine Plastikfolie. Auf diese wurde dann bei mir für Schulter und die gesamte Wirbelsäule sehr warmes Moorzeugs mit einer riesigen Suppenkelle aus einem Eimer auf Rollen auf die Folie geklatscht und verteilt. Dann musste ich mich da drauf legen und wurde wie eine Wurst verpackt. Sobald ich da eingemummelt lag und die Ruhe und Wärme genoss, war mein Schamgefühl glücklicher weise weg. Nach dem Weckerklingeln ist jeder unter seine eigene Dusche und hat sich dann das nicht gerade angenehme schwarze, moddrige abgeduscht. Dann kam eine Pflegerin rein, schaute nach, ob alles weg war und dann ging es wieder auf die Liege, nur diesmal ohne Moor und Plastik, noch einmal eingemummelt eine Weile ruhen.
14:00 Uhr bekam ich wieder meine Massage. Wieder wurden meine Myegolosen „aufgebrochen“ und der Rücken durchgewalkt. Ich muss ehrlich zugeben, dass der Rücken mittlerweile recht druckempfindlich geworden ist.
15:00 Uhr Wirbelsäulengymnastik. Verschiedene Übungen wurden auf der Matte gemacht, von der ich das nächste Mal zwei unter meinem Hintern haben werde, Da mein Steiß ganz schön gestresst ist. Auch weiß ich, dass ich Morgen einen Muskelkater haben werde, wie schon lange nicht mehr!
15:30 Uhr wieder die Kinder abholen. Da es über Mittag ca. 3-5cm Neuschnee gab, nahm ich die Schneeanzüge mit zum Kiga, zog sie dort gleich an und als wir wieder in der Klinik waren, sind wir erst einmal im Schnee um den Brunnen getobt. Meine Große produzierte einen Schneeengel nach dem anderen, ein Minischneemann wurde gebaut und wir haben uns durch den Schnee gejagt und mit ihm gegenseitig beworfen.
16:30 Uhr Kekse backen mit allen Kindern. Das war ganz schön stressig, aber auch schön. In der Lehrküche der Klinik, die mit 4 Backöfen und einer langen Arbeitsplatte ausgestattet ist, wurde der Schoko- und Normalteig ausgerollt und ein Keks nach dem anderen ausgestochen, gebacken und die meisten danach noch bunt verziert, Allerdings kann ich nicht sagen, wer nach her bunter war, die Kinder oder die Kekse !
18:00 Uhr Abendbrot.
19:30 Uhr die Kinder sind im Bett und schlafen!

Eigentlich wollte ich ja nicht so viel schreiben, aber ich konnte mich mal wieder nicht bremsen .

Einen schönen, schmerzfreien Tag euch allen, von der heute doch recht ramponierten und lädierten Fipsi
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