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Fipsi

Mittwoch, 05.12.2012

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Toll, dass ihr noch immer meinen Blog lest! Na, dann will ich euch mal nicht länger auf die Folter spannen, da ich heute sehr viel zu erzählen habe!

Mein Tag begann wieder um 6:30 Uhr. Nach der Morgenwäsche habe ich meine Kleinen geweckt und angezogen. Es zahlt sich echt aus, wenn man am Abend zuvor alle Sachen schon bereit legt, das spart sehr viel Zeit, wie ich bemerkt habe. Natürlich durften die Lütten wieder ihre Türchen öffnen. Für meins blieb natürlich wieder keine Zeit, da ich ja mit den beiden um 7:00 Uhr beim Frühstück sein muss. Es hatte sich übrigens bewahrheitet, was ich gestern schon vermutet hatte: die beiden haben erst um 20:30 Uhr geschlafen, dem entsprechend sind sie natürlich heute Morgen auch nicht so fix gewesen, aber trotz allem waren wir pünktlich unten und auch wieder oben, um die Jacken anzuziehen und die Kita-Taschen mit zu nehmen.
Gerade heute hatte ich es sehr eilig, da ich zwischen 8:00 bis 8:30 Uhr einen Termin mit dem Sozialen Dienst machen muss, damit ich mit deren Hilfe einen Antrag auf einen GdB stellen kann. Dummer weise war der Klinikfahrer unterwegs und die Johanniter, die mich um 7:45 Uhr abholen sollten, waren um 7:50 Uhr noch immer nicht da. Die lieben Damen an der Rezeption riefen kurzer Hand an, um nach zu fragen, wo sie denn bleiben. Er sollte gleich da sein und so war es dann auch. Er hatte sich verspätet, da der Alarm, der bei der Feuerwehr hier in den nächtlichen Morgenstunden alle aus dem Schlaf gerissen hatte, einem schweren Unfall galt, der hier in der Nähe auf den eisglatten Straßen stattfand. So ein Ärger, da hat man es mal eilig und die Straßenverhältnisse waren alles andere als einfach. Eine Baustelle hier in Bad Liebenwerda führt zu einem täglichen Umweg, die Straßen sind alle Nase lang spiegelglatt und dann ist da ja auch noch der Bahnübergang. Der zumindest blieb heute offen.
Im Kindergarten schnell die Kinder abgegeben, wieder zurück zur Klinik, raus aus den Straßenklamotten, rein in die Sportsachen und dann los zum Termin machen. Punkt 8:30 Uhr stand ich vor der Tür und klopfte an. Nichts passierte! War keiner da? Ich schaute mich ein bisschen beschämt um, keiner war da und lauschte an der Tür. Erleichterung - es fand gerade eine Terminabsprache statt, ich war also nicht zu spät. Mein heutiger Nachmittag war ja noch frei, aber der Terminplan der Sozialarbeiterin schon voll. Da sie auf das Zimmer kommt, wurde ein Termin während der Visitenzeit vereinbart, die bei mir nächsten Mittwoch stattfindet.
Mit dem Therapieplan schnell nach unten, 8:45 Uhr war Moorkneten und Moortreten dran. Habe ich noch nie gemacht, war natürlich ein wenig unsicher, aber welch ein Glück, meine Tischnachbarin war gerade da und hat schon geknetet. Moorkneten stellt man sich so vor: Ein Hocker an dem links und rechts dran ein Eimer hängt, die entweder mit kaltem oder warmen, moddrigem, schwarzbraunem und mit Steinchen und Stöckchen versetztem Moor gefüllt sind. Meine Kleinen hätten mit dem Matsch ihre große Freude gehabt! Ich also hingesetzt und angefangen in dem Moor zu rühren und zu kneten. Meine Tischnachbarin war sehr nett und so unterhielten wir uns sehr gut in den 12 Minuten. Danach vorsichtig abstreifen und Hände schrubben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie hartnäckig das schwarze Zeug ist – schlimmer wie Teer. So dreckig sind die Hände meiner Kinder höchst selten, aber hier laufen ja viele so rum .
Danach ging es an das Treten. Ein großes Becken (ca. 2,50x1,50m), bis auf untere Wadenhöhe gefüllt mit dem Modder. Eigentlich sollte es ja warm sein, eigentlich…Aber das Treten brachte meine Durchblutung gut in Schwung und so hatte ich nach ca. 5 Minuten kräftigem Abduschen wieder einigermaßen saubere Füße und bin dann erst einmal nach oben gegangen.
Um 10:00 Uhr stand dann mein sehnlichst erwarteter Termin an: Massage! Naja, massiert hat sie und zwar kräftig. Hat mit einer Druckmassage die härtesten Punkte mit ihrem Ellenbogen getriggert, meine Haut tut heute Abend noch weh. Aber was soll man sagen, eine Erleichterung hat es schon gebracht, ich fühle mich etwas freier und beweglicher.
Und wieder nach oben, um mir meine Badesachen für das Bewegungsbad anzuziehen. Man gut, dass ich noch einmal auf den Therapieplan gesehen hatte: ich wäre fast um eine halbe Stunde zu früh dran gewesen. Also habe ich umdisponiert und bin erst mal meine Einheit mit dem Ergometer gefahren. Ich war so kräftig dabei, dass ich richtig ins Schwitzen kam, man gut, dass als nächstes eine Tour im Wasser anstand.
Schon ein wenig erfahrener ging ich mit meinen angezogenen Badesachen und Bademantel in die Damenumkleide und war erstaunt, dass nur zwei weitere Damen dasaßen. Es sollte sich auch keine(r) mehr dazugesellen, so dass wir das ganze Um 11:50 Uhr waren wir dann entlassen und ich schnell nach oben, da ich mich während des Moorknetens mit meiner Tischnachbarin für 12:00 Uhr verabredet hatte, um mein „Ringproblem“ zu lösen. Also mit fliegenden Fahnen geduscht, wieder angezogen und mit dem Bindfaden, den ich zwischenzeitig von der Rezeption geholt hatte, und Vaseline ausgestattet runter gedüst. Sie kam mir schon entgegen und entführte mich gleich ins Damenbad. Ich brauche euch nicht erzählen, wie rot und dick mein Finger nach dieser doch recht schmerzhaften, aber erfolgreichen Prozedur war, das könnt ihr euch sicher vorstellen. Ich wollte zwischenzeitig einmal aufgeben, aber sie hat mich nicht gelassen und so sitzt mein Ehering jetzt fest, aber lösbar am Kleinen Finger.
Mein für heute Nachmittag freier Therapieplan würde jetzt also ein „echtes“ Vierzellen-Bad zulassen, aber da war ja noch die Feuerübung der Angestellten… doch diesmal hatte ich Glück: um 14:30 Uhr bekam ich einen Termin.
Was also anfangen mit der Zeit dazwischen? Natürlich Nikolausgeschenke vorbereiten und dann noch eine gute Runde Fahrrad, die mein linkes Knie doch wieder arg ärgerte, mich aber doch mit einem gewissen Stolz erfüllte.
Um 14:30 Uhr stand ich dann pünktlich unten, um aufgerufen zu werden. Aber nicht nur ich, sondern auch eine weitere Patientin fühlte sich angesprochen. So wurde ich noch einmal um 15 Minuten nach hinten geschoben. Und ich wollte doch nach dem Bad noch einmal los, um den anderen Kindern noch einen kleinen Nikolaus zu holen, bevor ich meine beiden abholen muss… aber alles ging zügig genug. Und dann hatte ich wieder das Erfolgserlebnis: die Knieschmerzen sind wieder weg!
So konnte ich ohne Probleme den netto-Markt stürmen. Dort angekommen musste ich mich über das nicht Vorhandensein der Schokomänner ärgern. Natürlich konnte ich meinen Unmut auch nicht vor der Kassiererin zu verbergen, von der ich die Antwort bekam, dass das die Jahre schon bin ich dort mit Weihnachtsgummibärchentütchen wieder raus. Auf dem Rückweg kam ich bei Ernstings vorbei und fand dort in allerletzter Minute noch ein paar tolle, große Glöckchen, die auch sehr schnell erstanden waren, da die Dame vor mir mich wegen ihres doch wohl länger dauernden Umtausches vorließ. Ich hatte wieder Glück. Die letzten Meter zur Klinik zurück, der Johanniter-Bus stand schon da. Ich ließ die Sachen bei der Rezeption und rein in den Bus, Kinder abgeholt, die natürlich wieder im Kiga geschlafen haben und wieder zurück in der Klinik.
Ausnahmsweise parkte ich die Kleinen vor „Mia and me“, was sie zwar aus technischen Gründen doch nur am kleinen Monitor schauen konnten, aber so konnte ich die Kleinigkeiten ganz einfach nebenan in der Cafeteria zusammenschnüren. Ich gönnte mir nach der Arbeit noch einen Kaffee, besuchte mit meinen Kids noch mal das Spielzimmer und dann waren wir um 18:00 Uhr auch schon wieder beim Abendbrot.
Nach dem Milchtrinken waren die Kleinen schnell in ihren Betten. Die Kleine schlief zum Glück sofort ein und die Große folgte dann auch nach mehrmaligem Trinken um 20:15 Uhr der Kleinen ins Reich der Träume.

Was soll ich noch sagen? Am Besten nichts mehr, der Text heute ist lang genug geworden! Ach ja, ich habe trotzdem noch nicht Feierabend… bin schließlich der Nikolaus.


Viele Grüße

Eure Fipsi
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