rheuma-online Erfahrungsaustausch

Alt 29.07.2010, 11:23   #1
chickenpox
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Frage vom Rententräger zur Reha geschickt

Hallo Ihr Lieben!

Ich ( ) hatte einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente gestellt, und bekomme jetzt einen Bescheid, dass ich zur Reha soll. Ungeachtet dessen, dass ich noch nicht richtig diagnostiziert und therapiert bin und ich auch nicht weiß, ob ich in meinem Zustand überhaupt rehafähig bin. Ich wollte Euch fragen ob Ihr Erfahrung mit einer solchen Situation, oder mit Rehas allgemein habt und Ihr mir Tipps geben könnt, worauf ich achten muss. Vielleicht habt ihr auch Tipps, welche Klinik für Kollagenose/Vaskulitis gut geeignet ist..?
Freu mich auf Antworten!
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Alt 29.07.2010, 11:41   #2
rechel
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Hallo,

ich habe selber einen Rentenantrag laufen. Habe zwar kein Rheuma sondern andere Krankheiten. War im Januar zur Reha.

Bei der Rentenversicherung heißt es immer Reha vor Rente. In der Reha wird dann dein gesundheitszustand beurteilt und auch wie es beruflich / sozial für dich weiter gehen kann.

Du solltest halt drauf achten das es eine Klinik für deine Diagnosen ist. Ich sollte erst in eine Klinik die nicht für mein Krnakheitsbild war.

Gruß rechel
__________________
Gruß Regina


" Es genügt nicht zu wissen, man muß es auch anwenden!
Es genügt nicht zu wollen, man muß es auch tun!"

Joh. W.v. Goethe
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Alt 29.07.2010, 12:42   #3
Gabi Kemnitz
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Hallo,

ich kann von einer Kollegin berichten, die wegen Arthrose in den Händen 50% GdB hatte und Erwerbsunfähigkeitsrente - ja man kann schon fast sagen - erzwingen wollte. Sie hat also gegen den Rat ihrer Ärzte die Rente beantragt und bekam, gemäß dem Wahlspruch des Rentenversicherungsträgers "REHA vor Rente" den Bescheid in die REHA zu sollen. Sie wollte aber nicht, schon überhaupt garnicht zu dem Zeitpunkt der ihr vorgegeben wurde und rief beim Träger an. Dort sagte man ihr klipp und klar, wenn sie nicht in die Reha wolle und vor allem nicht zum vorgegebenen Zeitpunkt, dann könne es ihr ja so schlecht gar nicht gehen und man werde die Rente ablehnen. Das war Ende 2003/Anfang 2004. Inwischen ist es noch viel schwieriger geworden da durchzukommen.

Ich selbst gebe bei jeder REHA an - alle zwei Jahre bis jetzt - dass ich unbedingt erwerbsfähig bleiben möchte so lange es irgend geht und deshalb in die REHA möchte. Aufgrund meines Alters gehöre ich zu der Gruppe die noch Teilerwerbsunfähigkeit bekommen kann, also halbe Rente und halbe Stelle, soweit es eine gibt. Da ich aber gesund lange selbständig war und mich die Erkrankung finanziell ziemlich in die Predouille gebracht hat, fehlt mir einiges an Punkten und so versuche ich eben so lange es geht Vollzeit zu arbeiten um nicht auch noch Sozialhilfe annehmen zu müssen.

Liebe Grüße
Gabi (bibi, ro-lerin seit 06/2003)
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Alt 29.07.2010, 13:24   #4
Adolina
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Hallo,
vor 2 Jahren habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Dann mußte ich zur Untersuchung zur Rentenversicherung. Da hat man mir gesagt, dass die Leute auch zur Reha geschickt werden. Als mein Rentenantrag dann abgelehnt wurde und ich zur Reha sollte hab ich mich beim VDK schlaugemacht. Die haben gesagt ich soll Widerspruch einlegen und ich muß auf Reha, weil es sonst keine Rente gibt. Nach der Reha,die mir übrigens nichts gebracht hat, wurde ich dann noch mal bei der Rentenkasse untersucht, diesesmal von einem Gutachter. Nach zwei Wochen bekam ich dann den Rentenbescheid, volle Erwerbsminderungsrente, befristet auf 2 Jahre, festgestellt in der Reha.
Ich wünsche dir alles Gute.

Lg. Adolina
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Alt 03.08.2010, 15:30   #5
chickenpox
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Frage

danke erstmal für eure antworten!
habe heute rausgekriegt, dass das arbeitsamt für mich einen antrag auf reha gestellt hat. dabei hatte ich da nur unterschrieben,d ass ich der weitergabe der med. unterlagen zustimme. dürfen die sowas? ich warte auf die entscheidung über meine BU-rente und hatte übergangsweise ALG beantragt...
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Alt 03.08.2010, 15:35   #6
kukana
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Soweit ich informiert bin, gilt die Regel Reha vor Rente. Um abzuschätzen ob du noch vermittelbar bist.

Gruß Kuki


http://www.deutsche-rentenversicheru...html__nnn=true
__________________


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Alt 03.08.2010, 15:36   #7
Gabi Kemnitz
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Hallo,

soweit ich weiß dürfen die nicht nur, sondern die müssen sogar, um klarzustellen, ob Du noch mal für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen wirst, was an Kosten auf den Steuerzahler für Dich zukommt (ALG 1 und/oder Hartz IV) und ob sich daran etwas ändern lässt. Wenn die Reha zeigt, dass Du erwerbsunfähig bist, freut das AA sich natürlich, denn dann sind sie nicht mehr zuständig und Kosten hat die Krankenkasse bzw. der Rentenversicherungsträger und nicht mehr Arbeitsamt. Wenn die KK den Antrag stellt sieht das anders aus, die hofft natürlich ebenso wie der Rentenversicherungsträger, dass Du noch als erwerbsfähig eingestuft wirst, dann haben nicht die Kosten sondern das AA. Das ist eine elende Situation für den betroffenen Menschen, ist aber gesetzlich so geregelt und jeder versucht natürlich die Kosten auf den anderen zu schieben.
Liebe Grüße
Gabi
(bibi, ro-lerin eit 06/2003)
Gabi Kemnitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.08.2010, 19:13   #8
Melanie_1972
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Hallo,

es gibt immer Reha vor Rente. Zudem du noch nicht mal eine richtige Diagnose hast. Die wirst dort auch von Ärzten angeschaut. Bei mir wurde in meiner ersten Reha die Diagnose bestätigt, die noch wackelig war.

Sollte für dich eine Rente in Frage kommen, wird das auch dort entschieden ob du einen Antrag stellen sollst oder nicht.

Aber Reha ist ein "Muß". Denn sonst zeigst du kein Interesse deinen Gesundheitszustand zu bessern.

LG
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Alt 03.08.2010, 20:04   #9
Diana1970
Ruhrpottgöre
 
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hallo chicken,
für kollagenose /vaskulitis ist bad bramstedt die erste anlaufstelle überhaupt.
laut homepage gibt es neben der akutklinik auch ein rehazentrum und noch weitere fachrichtungen,die alle interdisziplinär zusammen arbeiten sollen.

und vielleicht könnte man dort ja auf diese wege im zuge einer reha auch gleichzeitig die diagnostik vorantreiben.

schau dich vielleicht einfach mal auf deren homepage um:

http://www.rheuma-zentrum.de/

alles gute dir!

diana :- ))
__________________
*Kopf hoch - auch wenn der Hals dreckig ist !*

*....Nimm dich an als der,welcher du bist,denn du mußt dein ganzes Leben mit dir verbringen*
Heinz Körner
Diana1970 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.08.2010, 13:18   #10
enrike
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Beiträge: 74
Lächeln

Hi,
ich war vor zwei Jahren in Bad Bramstedt zur Reha, weil ich häufig Schmerzen und Erschöpfung hatte. Und die Reha war sehr gut. Ich hatte von morgens bis nachmittags (mit Pausen) Therapien wie Wassergymnastik, Chi Gong, Wärmebehandlung, Entspannungstraining, Trockengymnastik, Bewegungstraining (Laufband+Geräte) und Seminare über Schmerzbewältigung/Stressbewältigung/Ernährung/Fibro. Wenn ich Schmerzen hatte, sagte ich den Schwestern bescheid, dass ich ne Therapie ausfallen lasse, und das war ok. Ich habe während der Reha auch manche Anwendungen abgebrochen und dafür was anderes gemacht,ich konnte über den Therapieplan mit entscheiden.
Und in Reha ist eine Rheumaklinik integriert, so dass man im Akutfall in die Klinik wechseln kann. Die meisten Ärzte sind dort auch sehr gut, Rheumatologen, Orthopäden, Psychologen,... Die Klinik ist spezialisiert auf Kollagenose aller Arten und Fibro.
Ich würde an deiner Stelle eine Reha annehmen, denn wenn die Reha-Ärzte sehen, dass du dort überfordert bist, werden die einen entsprechenden Bericht schreiben.

Lieben Gruß Dir
Enrike
__________________
Wer Grenzen überwindet, gelangt zu einer tieferen Wahrheit (buddhistische Weisheit)

Meine Vita







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