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Tuning von DMARDs mit Cortison - Viel weniger Gelenkzerstörung, aber auch mehr Nebenwirkungen
Kategorie: Rheumatoide Arthritis, Cortison, Methotrexat, Sulfasalazin, Gold, Azathioprin Cortison hat eine Verstärkerfunktion für eine ganze Reihe der wichtigsten langwirksamen Antirheumatika. In der Kombination mit einem DMARDs kommt es zu einer deutlichen Risikoreduktion für eine entzündlich bedingte Gelenkzerstörung. Der Wermutstropfen: Unerwünschte Wirkungen bzw. Nebenwirkungen nehmen zu. ![]() Cortison: Ein Oldtimer unter den Rheumamedikamenten, aber immer noch ganz flott unterwegs. r-o-Foto: Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer Ergebnis dieser Studie aus Leipzig und Frankfurt: Niedrig-dosiertes Cortison als Ko-Medikation zu langwirksamen Antirheumatika verlängert bei der Therapie einer rheumatoiden Arthritis die "Überlebensdauer" des DMARD im Fall von Sulfasalazin, Methotrexat, Hydroxychloroquin und Gold, verkürzt diese dagegen bei Azathioprin. Die entsprechenden Therapiedauern für die einzelnen Substanzen: Sulfasalazin ohne bzw. mit niedrigdosiertem Cortison 10.4 ± 2.3 Monate gegenüber 22.5 ± 1.9 Monate Methotrexat (MTX) 21.8 ± 2.9 Monate gegenüber 43.3 ± 2.7 Monaten Hydroxychloroquin (HCQ) 34.5 ± 4.6 Monate gegenüber 54.4 ± 5.1 Monate Gold 6.6 ± 0.9 Monate gegenüber 10.5 ± 0.9 Monate Azathioprin (AZA): 44.4 ± 2.6 Monate gegenüber 22.3 ± 1.6 Monate. Bei MTX, Hydroxychloroquin und Azathioprin erhöhte sich allerdings unter der Ko-Medikation mit Corticosteroiden auch die Zahl von unerwünschten Wirkungen / Nebenwirkungen im Vergleich zur Monotherapie mit den jeweiligen DMARDs. Cortison führte in der Kombination mit einem DMARD zu einer hochsignifikanten Verminderung der Erosivität mit einer Abnahme bei der Zahl erosiver Patienten (n = 30; 49.1% erosiv) im Vergleich zu Patienten ohne Cortison-Ko-Medikation (n = 81, 80.4% erosiv; OR 4.05, 95% CI 1.91-8.66, p < 0.0001). Referenz:Low-dose Prednisolone in Rheumatoid Arthritis: Adverse Effects of Various Disease Modifying Antirheumatic Drugs OLGA A. MALYSHEVA, MATTHIAS WAHLE, ULF WAGNER, MATTHIAS PIERER, SYBILLE ARNOLD, HOLM HÄNTZSCHEL, and CRISTOPH G.O. BAERWALD O.A. Malysheva, MD, Medizinische Klinik and Poliklinik IV, Universitätshospital, Leipzig; M. Wahle, MD, Klinikum der Johann W. Goethe-Universität Frankfurt; U. Wagner, MD, Professor; M. Pierer, MD; S. Arnold, MD; H. Häntzschel, MD, Professor; C.G.O. Baerwald, MD, Professor, Medizinische Klinik and Poliklinik IV, Universitätshospital, Leipzig J Rheumatol, First Release April 15 2008 Link zum Kommentar schreibenSie müssen angemeldet sein, um Kommentare verfassen zu können. |
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