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Rituximab in der täglichen Routinepraxis
Kategorie: Rheumatoide Arthritis, Rituximab Rituximab (MabThera®) ist ein biotechnologisch hergestellter chimärer monoklonaler Antikörper, der im lymphatischen System gezielt eine spezielle Untergruppe von B-Zellen ausschaltet (B-Zellen mit dem Oberflächenmarker CD20, CD20-positive Zellen). Die B-Zellen sind innerhalb dieses Systems vor allem für die Produktion von Antikörpern verantwortlich. Wirksamkeit und Sicherheit von Rituxmab bei rheumatoider Arthritis (RA) sind in zulassungsrelevanten, klinischen Studien belegt. Wie verhält es sich mit dieser Therapie in der Routine der täglichen Praxis? ![]() Grafik Roche Pharma: Rituximab zerstört über drei unterschiedliche Mechanimen gezielt CD20-positive B-Zellen. Als Folge klingt die Entzündung ab und die Gelenkzerstörung wird aufgehalten. Ein Rheumatologenteam aus Pariser (Universitäts)Kliniken führte eine retrospektive Beobachtungsstudie an Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) durch, die auf eine Therapie mit Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-alpha) Blockern ungenügend angesprochen hatten, oder eine Kontraindikation für TNF-alpha Blocker aufwiesen.
1000 mg Rituximab wurden an den Tagen 1 und 15 intravenös bei Fortführung einer bestehenden Methotrexat(MTX)-Therapie verabreicht. Das Ansprechen auf die Therapie wurde nach 24 Wochen gemäß den European League Against Rheumatism (EULAR Kriterien) evaluiert. Ergebnisse 30 der 50 eingeschlossenen Patienten hatten unzureichend auf TNF-Blocker angesprochen, bei 20 Patienten lag eine Kontraindikation vor.
An unerwünschten Wirkungen traten ein Infusionszwischenfall und zwei Lungeninfektionen auf.
In dieser Studie in der täglichen Praxis führte ein einziger Zyklus mit Rituximab in Kombination mit MTX nach 24 Wochen bei Patienten mit schwerer, aktiver RA zu einer signifikanten Verbesserung der Krankheitsaktivität bei guter Verträglichkeit. Dabei spielte es keine Rolle ob die Patienten zuvor nicht ausreichend auf die Therapie mit TNF-Blockern reagiert hatten oder eine Kontraindikation gegen TNF-Blocker aufwiesen.
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