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RANKL-Hemmung mit Denusomab. Erste kernspintomographische Ergebnisse zur rheumatoiden Arthritis nach sechs Monaten Behandlungsdauer
Kategorie: Rheumatoide Arthritis, Medikamente, Denusomab In der Rheumatologie überschlagen sich die Ereignisse. Nach der Vorstellung der Daten zur Interleukin-6-Blockade nun ein ebenfalls ganz neuer therapeutischer Ansatz: Die Hemmung von RANKL mit dem monoklonalen Antikörper Denosumab. Erste Daten zeigen, daß damit das Fortschreiten der entzündlich bedingten Gelenkzerstörung (Röntgenprogression) bei der rheumatoiden Arthritis aufgehalten werden kann. Der vollständig humane, monoklonale RANKL-Antikörper Denosumab von AMGEN wurde primär für die Therapie der Osteoporose entwickelt und zeigt hier sehr gute Ergebnisse. Da RANK-Ligand eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Erosionen bei der rheumatoiden Arthritis spielt, wurde nun in einer klinischen Studie der Effekt einer RANK-Ligand-Blockade bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis geprüft. RANKL (receptor activator of nuclear factor kappaB ligand) stimuliert den Osteoklasten-vermittelten Knochenabbau bei vielen Erkrankungen, unter anderem auch bei der rheumatoiden Arthritis (RA). Denusomab ist ein vollständig humaner, monoklonaler Antikörper, der RANKL hemmt. Er befindet sich gegenwärtig in der klinischen Erprobung zur Therapie der Osteoporose; erste Studien werden darüber hinaus bei der rheumatoiden Arthritis durchgeführt. Auf dem ACR2006 in Washington wurde eine laufende doppelblinde, randomisierte Studie vorgestellt, in der die Wirkung von Denusomab auf die Knochenerosionen bei RA-Patienten untersucht wird. Methodik: 227 Patienten erhielten randomisiert subkutane Injektionen mit (60 oder 180 mg) Denusomab oder Plazebo in Abständen von sechs Monaten. Zu Studienbeginn und nach sechs Monaten wurden beide Hände und Handgelenke kernspintomographisch dargestellt. Die Daten wurden von Spezialisten, die weder die Therapie noch die Reihenfolge der Aufnahmen kannten, mit einem (Kernspintomographie) MRT-spezifischen Score ausgewertet. Röntgenbilder von Händen und Füßen wurden ebenfalls zu Studienbeginn und nach sechs Monaten erstellt und werden nach 12 Monaten erneut angefertigt. Die Daten zur Sicherheit wurden während der gesamten Studiendauer erhoben.
Nach sechs Monaten wiesen die Patienten mit 180 mg Denusomab eine signifkant geringerer Progression ihrer Erosionen auf als die Plazebopatienten (P<0.019). Numerisch war der MRT-Erosions-Score auch unter 60 mg Denusomab kleiner als unter Plazebp (P=0,247). Außerdem war der Anteil Patienten mit einer Zunahme des Erosions-Scores unter Plazebo größer als unter einer der beiden Denusomab-Dosierungen (Plazebo=52%, 60mg=42% und 180mg=30%). Unterschiede zwischen den Gruppen bei der Krankheitsaktivität (ACR Score oder DAS) gab es nach sechs Monaten nicht. Unerwünschte Wirkungen traten in den drei Behandlungsgruppen mit gleicher Häufigkeit auf. Ein Schub der rheumatoiden Arthritis war das am häufigsten beobachtete Ereignis. Eine Weiterentwicklung dieses Therapieprinzips zur Hemmung der radiologischen Progression bei RA ist sicher sinnvoll. Quelle und Link zum Original-Abstract:
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