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Kein Risiko für ein RA durch bei Erwachsenen übliche Impfungen
Kategorie: Rheumatoide Arthritis „ In unserer Fall-Kontroll-Studie zu der auch Patienten mit frisch diagnostizierter rheumatoider Arthritis (RA) gehören, wurde kein erhöhtes RA-Risiko nach einer Immunisierung beobachtet. Das gilt zumindest für die letzten fünf Jahre vor Krankheitsbeginn“.... ![]() Bildnachweis: Daily News. An official publication of the American College of Rheumatology. http://www.nxtbook.com/tristar/acr/day4_2010/index.php#/34/OnePage „Impfungen sind lange Zeit zu den auslösenden Ereignissen für eine RA - wie auch für andere chronisch entzündliche Erkrankungen unbekannten Ursprungs - gezählt worden,“ sagte Camilla Bengtsson, PhD, Epidemiologin am Institut of Environmental Medicine, Karolinska Institute in Stockholm, Schweden, und Studienleiterin während des diesjährigen ACR-Kongesses in Atlanta. Die Studie basiert auf den Daten der Epidemiological Investigation of Rheumatoid Arthritis (EIRA), einer laufenden populationsbezogenen Fall-Kontroll-Studie in Schweden. Ziel dieser Untersuchung ist herauszufinden, inwieweit ein Zusammenhang zwischen Genen, Umweltfaktoren und dem Risiko für eine RA besteht. Die EIRA ist eine der größten epidemiologischen Studien weltweit. Sie wurde 1996 begonnen und enthält Daten von mehr als 8.000 Personen. Für die Subanalyse zu eventuellen Auswirkungen von Impfungen verglichen die Wissenschaftler 1.998 Studienteilnehmer mit RA, bei denen fünf Jahre vor Krankheitsbeginn geimpft worden war, mit 2.252 ungeimpften RA-Patienten. Die Gruppen waren hinsichtlich des Alters, Geschlechts und des Wohnorts vergleichbar und zwischen 18 und 70 Jahre alt. Ein Zusammenhang zwischen einer Impfung und der Entwicklung einer RA wurde nicht gefunden. Auch bei spezifischen Impfstoffen, wie Grippe-, Tetanus-, Diphterie-, durch Zecken übertragbare FSME, Hepatitis A,B,C-, Polio- oder Pneumokokken-Impfstoff bestand keine erhöhtes RA-Risiko. In der Studie wurde zusätzlich nach APCA*- positiven und –negativen RA-Patienten differenziert. Auch hier ergab sich kein erhöhtes Risiko nach Impfungen. Die Berücksichtigung weiterer Faktoren, wie Rauchen und Träger von HLA-DRB1 SE Allelen – beides Risikofaktoren für eine RA – ergab ebenfallls keinen Hinweis auf ein vermehrtes Risiko, nach einer Impfung an einer RA zu erkranken. *Anti-Citrullin-Antikörper (ACPA) sind gegen bestimmte Epitope (Antikörper-Bindungsstellen) auf verschiedenen Proteinen und Peptiden gerichtet, bei denen Argininin zu Citrullin umgewandelt (deiminiert) werden. Literatur und LinksACR 2010 [645] - Common Vaccinations among Adults and the Risk of Developing Rheumatoid Arthritis; Results from the Swedish EIRA Study. Pressemitteilung ACR
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