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Infektionen
Die Rate an schwerwiegenden Infektionen war insgesamt niedrig. Bei den mit Kineret behandelten Patienten war sie mit knapp 2% aller Patienten etwas höher im Vergleich zur Placebogruppe, bei der schwere Infektionen bei etwas weniger als 1% der Patienten beobachtet wurden (1.8% vs. 0.6%). Die schwereren Infektionen manifestierten sich in erster Linie als bakterielle Infektionen, z.B. des Unterhautfettgewebes (--> Cellulitis), als Lungenentzündung (--> Pneumonie) sowie als bakterielle Infektionen im Bereich der Knochen und Gelenke. Sogenannte "opportunistische" Infektionen, wie sie bei Patienten mit einer stark gestörten Immunabwehr auftreten, waren selten. Patienten mit Asthma hatten ein höheres Risiko für Infektionskomplikationen (5% in der Kineret-Gruppe gegenüber <1% in der Placebo-Gruppe). Bei den meisten Patienten konnte die Therapie nach erfolgreicher Behandlung der Infektionskomplikation fortgesetzt werden. Bei keinem der in den Studien mit Kineret behandelten Patienten kam es in der Folge der Infektion zu einem tödlichen Ausgang. Eine Sondersituation liegt für die Kombinationstherapie mit TNF-alpha-Blockern vor. Außerhalb der genannten großen Studien wurde die Kombination von Anakinra mit Etanercept (Enbrel) in einer sehr kleinen Pilotstudie mit 58 RA-Patienten über 24 Wochen geprüft. Dabei war die Rate von schwerwiegenden Infektionen mit 7% (4/58 Patienten) doch ganz beträchtlich (2 Patienten mit bakterieller Pneumonie; 2 Patienten mit Cellulitis). Bei allen 4 Patienten konnten die Infektionen durch eine antibiotische Therapie folgenlos beseitigt werden. Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer |
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