Ergebnis 1 bis 11 von 11
  1. #1
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    Neu hier und unsicher, was Diagnsoe betrifft

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    Hallo Ihr Lieben,
    ich darf mich kurz vorstellen: ich bin weiblich, fast 40 und werde langsam alt - na ja jedenfalls zwickt es morgens immer mehr. Familiär hatte meine Oma väterlicherseits starke Rh. Arthritis, mein Vater hat Arthrose in fast allen Gelenken. Nun stellte ich fest, dass morgens beim Aufstellen für (zum Glück nur kurze Zeit) die Fußgelenke so steif sind, irgendwie seltsames, aber noch nicht schmerzhaftes Gefühl. Auch in anderen Gelenken (Hände zB) habe ich manchmal leichte Beschwerden (leichte Steifheit). Da zudem seit mindestens 2009 meine Entzündungswerte im Blut auch leicht erhöht sind (CPR - Norm bis 3 - hier so 9-14, mal Eryrrhozyten minimal drüber) und auch meine Temperatur morgens um 4 Uhr beim Aufstehen (Frühschicht) seit Jahren bei 37,1-2 oder so liegt (abends dann so 37,6-9), wollte ich es mal abklären lassen.Bin zuerst zum Orthopäden, der konnte keine Arthrose feststellen, er meinte, ich solle wegen Rheuma mal zum Internisten. Dieser hat, da Rheumawerte 2008 bei einer anderen Messung wohl normal waren, nur CCP gemacht. CCP Antikörper lagen (bei Norm bis 1) bei 1,5. Arzt meinte, ist nicht weiter schlimm, sollte man halt mal beobachten (auf Nachfrage er meinte nur, falls sich die Beschwerden verschlimmern, sollte man halt nochmals irgendwann danach schauen).
    Für mich stellt sich nun die Frage, wie die 1,5 bei CCP zu werten sind (leider stand auf meiner Kopie keine Mengenangabe, nur "Norm bis 1,0" und "vorliegend 1,5"), sagt eine solche leichte Erhöhung schon was aus und sollte man die Messung wiederholen und wenn ja wann. Bzw. wie ist es denn mit dem Rheumafaktor, wenn der mal negativ war, heisst es dann, er wird immer negativ sein? (ich frage das, weil der Arzt den nicht nochmals bestimmt hat).
    Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen und bedanke mich schon mal im Voraus, viele Grüße, Angi

  2. #2
    Gesperrter Benutzer
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    Hallo Angi72,

    es hat Dich hier noch keiner begrüsst, das hole ich dann mal eben schnell nach....

    Also: Herzlich Willkommen hier bei R-O.!!!

    Zu Deinen Fragen: ich kann sie so nicht beantworten. Es muss aber auch nicht immer Rheuma sein. Anderseits habe ich z.B. überhaupt keine erkennbare Rheumawerte in meinem Blut. Bin seronegativ. Ich habe PSA und da sind die meisten seronegativ.

    Wenn Du nicht zufrieden bist, dann hol Dir noch ne zweite Meinung ein. Hätte ich das damals nicht gemacht, wüsste ich heute noch nicht dass ich Rheuma habe...........

    Es kommen bestimmt noch mehrere Antworten auf Deine Frage.

    Gruss

    Louise

  3. #3
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    Hallo und danke Louise für Deine Antwort.
    An eine Zweitmeinung habe ich auch schon gedacht, ist vielleicht die richtige Wahl (ich habe auch die Info hierzu im Forum dazu gelesen, bloß meine KK stellt sich eher quer, also werde ich wohl noch ein bis 2 Quartale warten müssen). Na ja, eine Bekannte (aus dem med. Sektor) hat nun mittlerweile gemeint sagt, dass sich die Werte verändern können, daher sei auch eine erneute Bestimmung sinnvoll).
    Mal schauen, nochmals danke für die Antwort, liebe Grüße, Angi

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  5. #4
    Sozialkämpfer Avatar von Waldmensch
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    Hallo Angie72,
    herzlich willkommen hier im Forum.
    Blutwerte sollte man schon mehrmals überprüfen. Dafür gibt es einige Gründe, wie z.B. Laborfehler oder menschliche Fehler. Sicher bringt es wenig, wenn man hier kurz nacheinander ein Labor macht. Und ein CRP von 9-14 ist ja schon eine Hausnummer. Dies zeigt ja das was "im Busch" ist.
    Das herumgeeiere von den Docs kenne ich auch aus meiner Karriere. Und da nicht nur als Rheumapatient sondern auch als "Süsser". Von den ersten Symptomen des Diabetes bis zur Diagnose vergingen wertvolle Jahre. Nun habe ich Spätfolgen an Nerven und der Niere. Wobei Diabetes einfacher festzustellen ist wie eine rheumatische Krankheit. Bei den Blutzuckerwerten meinte der Doc damals immer "na gut gegessen". Meine Beschwerden wie Durst, Übelkeit und Erschöpfung nahm er nicht ernst. Naja dann bei Beginn einer Reha(Orthopädie) wurde in der Rehaklinik die Diagnose gestellt. Und urplötzlich war ich staatl. anerkannter Süsser mit Therapie und Schulung und DMP und und und ....
    Und so ging es weiter beim Rheuma. Der erste Rheumadoc hielt mich für ausreichend therapiert, nachfolgende Uniklinik war der Ansicht ich hätte nur einen Schmerzmittelmissbrauch doch dann ging ich nach Dresden zu Prof. Aringer mit seinem Team. Dort wurde letztlich die Daignose gefunden und eine Therapie eingeleitet.
    Auch bei mir sind die Entzündungswerte rauf und runter gegangen. Rheumafaktor negativ sowie HL-AB27. Doch die Dresdner haben sich die Mühe gemacht und haben gesucht und gesucht. Dann endlich eine Diagnose. Nun bekomme ich Remicade-Infusionen, die auch ernsthaft geholfen haben. Ich fühle mich besser, wenn auch nicht ganz gesund, aber eben spürbar besser.
    Lass dich von diesem Karrierestart nicht beeindrucken. Ich denke, dass es der Mehrzahl hier so erging. Es ist halt wirklich nicht einfach eine Diagnose zu stellen, da die Krankheitsbilder oft sehr verwaschen sind. Und die eingesetzten Medikamente sind leider auch keine Pralinen, sondern schon kräftigere Geschütze mit Wirkung und auch Nebenwirkungen.
    Also am Ball bleiben und nicht einschüchtern lassen. Im Lauf der Zeit wird schon Licht im Dunkeln werden. Und Labor ist halt Labor, einigen Ärzten sind alte Dinge entfallen, die da lauten Draufhören, Untersuchen und Kombinieren. Aber es gibt sie auch noch, die sich nicht nur auf das Labor verlassen.

    LG
    Waldi
    "Es ist schlimm, in einem Land zu leben, in dem es keinen Humor gibt. Aber noch schlimmer ist es, in einem Land zu leben, in dem man Humor braucht."
    B. Brecht

    Aus dem Buch deines Lebens kannst du keine Seiten heraustrennen, aber immer wieder ein neues Kapitel beginnen!“
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  6. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von took1211
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    Hallo Angi72,

    herzlichst willkommen hier im Forum.Du wirst mit vielen Usern
    in Kontakt kommen,die alle sehr freundlich und hilfsbereit sind.
    Zu deinen Blutwerten kann ich nur soviel sagen,dass sie zu Beginn
    einer rheumatischen Erkrankung nicht eindeutig schlecht ausfallen müssen.
    Auch der Rheumafaktor braucht noch nicht nachweisbar zu sein und
    dennoch hat man Rheuma.
    Deine Familie väterlicherseits ist vorbelastet mit Rheuma,sagst du.Das mag sein.
    Aber die Veranlagung allein reicht nicht aus.Es gibt entscheidende Faktoren,
    die die Krankheit auslösen.Die Ursachen werden noch erforscht.
    Du hast bestimmt einen guten Hausarzt,bei dem du unter ständiger
    Kontrolle bleiben solltest.Er könnte dir event.Physio-und Ergotherapie verordnen,
    die Blutwerte in regelmäßigen Abständen kontrollieren und mit dem Rheumatologen
    eng zusammenarbeiten.
    Liebe Grüße.took
    Nach einem Tief folgt immer ein Hoch.

  7. #6
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    Hallo,

    auch erstmal herzlich Willkommen !
    Zu deinen Fragen -deine Temperatur ist völlig im normalen Bereich. Noch nicht einmal erhöht.
    Der CRP ist ein sehr sensibler Entzündungswert und geht auch bei jedem banalen Infekt hoch. Der Wert ist ehrlich gesagt nicht besorgniserregend.
    Der CCP Wert sollte beobachtet werden, insbesondere weil du Beschwerden hast.
    Hier ein Link zum Nachlesen :

    http://www.laborfleischauer.de/downl...fos/CCP-AK.pdf



    Ansonsten wünsche ich dir hier im Forum eine gute Zeit - liebe Grüße,

    Tina

  8. #7
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    Danke für Eure lieben Antworten,
    auf der Suche nach einem guten Hausarzt bin ich noch (auch der Internist war einer). Na ja, werde jetzt mal alles auf mich zukommen lassen, mal sehen, was ich bei weiteren Untersuchungen in ein paar Monaten ergibt, vielleicht ist ja doch alles falscher Alarm (Tina hat mich da doch etwas beruhigt - ich hoffe ja noch). Werde mich aber auf jeden Fall melden, sobald ich neue Ergebnisse habe.. Viele liebe Grüße, Angi

  9. #8
    Sozialkämpfer Avatar von Waldmensch
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    Noch ein Hinweis zum Thema CRP.
    Zitat Zitat von tina71
    Der CRP ist ein sehr sensibler Entzündungswert und geht auch bei jedem banalen Infekt hoch. Der Wert ist ehrlich gesagt nicht besorgniserregend.
    Man sollte den erhöhten CRP-Wert zusammen mit der Blutsenkung(BSG) betrachten. Ist "nur" das CRP erhöht kann man von einer banalen Infektion ausgehen. Ist jedoch auch die BSG mit erhöht, spicht dies für eine entzündliche Erkrankung.

    Da mich einiges an den Zusammenhängen interessiert, habe ich in den Büchern meiner Tochter reingeschnuppert. So findet sich ein Absatz hierzu im Buch "Rheumatologie in Praxis und Klinik" von Wolfgang Miehle. Er schreibt dazu:"Global gesehen verweisen hohe oder sehr hohe CRP-Werte auch bei anderen rheumatischen Erkrankungen oft-wie in der Allgemeinpraxis- auf einen bakteriellen Infekt." Im weiteren Verlauf, verweist er darauf, dass bei Verdacht auf eine rheum. Errkankung eine niedrige BSG vorliegt, eine CRP-Bestimmung erfolgen sollte(wenn nicht schon gemacht).
    Auch schreibt der Autor, dass bei Verschleisserkrankungen wie Arthrose etc. sich die BSG nicht verändert.
    Aus dieser Sicht heraus, würde ich dir raten, dass neben dem CRP auch immer eine BSG mit gemacht werden sollte.


    Zitat Zitat von tina71
    Der CCP Wert sollte beobachtet werden, insbesondere weil du Beschwerden hast.
    Ja finde ich auch, denn dieser Wert kann sich oft erst im Verlauf ändern.

    Halt die Ohren steif und gehe lieber eher zum Arzt wenn die Beschwerden nicht aufhören.

    LG
    Waldi
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  10. #9
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    Hallo Waldi,
    danke für Deinen Nachtrag. Die BSG wurde bislang - zumindest auf den Laborwerten die ich in Kopie habe - nie gemessen, erst beim letzten Labor - dort war sie (na was denn sonst ?
    ) - leicht erhöht (wieder leider ohne Angabe der Einheit - aber Norm bis 14, ich 15) . Also wieder so, dass man keine konkreten Rückschlüsse daraus ziehen kann .....
    Tja, muss mal überlegen, wie es weitergeht
    (zumal es ja eigentlich heisst, das man bei Rheuma so früh als möglich anfangen sollte, es zu behandeln)
    Danke nochmals für Deine ausführlichen Rückmeldungen und liebe Grüße, Angi

  11. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von Frau Meier
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    Hallo Angi72,


    Die BSG wurde bislang - zumindest auf den Laborwerten die ich in Kopie habe - nie gemessen, erst beim letzten Labor - dort war sie (na was denn sonst ? ) - leicht erhöht (wieder leider ohne Angabe der Einheit - aber Norm bis 14, ich 15) . Also wieder so, dass man keine konkreten Rückschlüsse daraus ziehen kann .....
    Die "Einheit" der BSG ist mm in der 1. und 2. Stunde (daher die Bezeichnung x/y oder 15 zu 23 - als Beispiel)
    Die Norm wird in verschiedenen Labors und geschlechtsabhängig ein wenig unterschiedlich definiert - aber 15 ist ganz sicher nicht sehr auffällig.
    Ich hoffe, dass dir das ein bisschen weiterhilft.

    Gruß, Frau Meier

  12. #11
    Sozialkämpfer Avatar von Waldmensch
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    Wobei der Wert 1h als wichtig gilt. Die "mm" kommen daher, weil man das Blut in Röhrchen gibt und die Skala in mm angegeben ist. Nach einer und nach zwei Stunden schaut man um wieviel mm das Blut abgesackt ist.

    Bei deinen Werten kann es gut sein, dass die akute Phase bereits vorbei war. Hätte man die Werte einige Tage eher bestimmt könnte es gut sein, dass die BSG größer gewesen wäre. Andererseit kann es auch so sein, dass man hier geraden den Beginn des Anstiegs getroffen hat. Von daher ist ein einmaliger Befund wenig aussagestark. Da aber das CRP erhöht war, ist es sinnvoll hier am Ball zu bleiben. Stellt sich irgendwann heraus, dass dies ein Ausrutscher war, dann ist es ja gut.
    Hinzu kommt auch das die BSG weniger stark aussagekräftig ist. Aus diesem Grund wurde nach einer anderen Methode gesucht und das CRP war da.
    Bei mir schwankt CRP und/oder BSG auch. Und von daher sollte man nicht nur die Momentaufnahme sehen. Persönlich sehe ich Laborwerte wenn sie ständig an der Grenze zu normal sind auch als pathologisch an. Vergleiche ich es mit der Diagnostik beim Diabetes, so kann ich hier auf eine jahrelange Anpassung der Werte zurückblicken. Warum wurden die Werte angepasst? Sicher nicht um Menschen kränker zu machen. Sondern auf Grund der Erkenntnisse die gewonnen wurden. Anfangs dachte man allein der Langzeitwert ist der Schlüssel. Heute weiss man über die Gefahren von kurzen, aber auch hohen Blutzuckeranstiegen. Und so sehe ich Entzündungszeichen, wenn auch nur gering, im Blut nicht unkritisch, denn es kann nicht gesund sein wenn sich ein Körper kontinuierlich über eine lange Zeit gegen Entzündungen wehren muss. Irgendwann geht auch dem gesündesten Körper die Puste aus. Wer einmal über eine längere Zeit Überstunden gemacht hat, kennt auch diesen Energieverlust. Ab und an mal länger arbeiten schadet nicht, aber über Wochen und Monate ... das schlaucht schon.

    Aber ich denke das sich alles klären wird und eine richtige Behandlung stattfinden kann. Leider braucht es oft die nötige Zeit ...

    LG
    Waldi
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