Umfrageergebnis anzeigen: MTX und Krebs

Teilnehmer
45. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Nehme seit 0-2 Jahren MTX und habe nie Krebs gehabt.

    18 40,00%
  • Nehme seit 2-5 Jahren MTX und habe nie Krebs gehabt.

    12 26,67%
  • Nehme seit 5-10 Jahren MTX und habe nie Krebs gehabt.

    4 8,89%
  • Nehme seit über 10 Jahren MTX und habe nie Krebs gehabt.

    7 15,56%
  • Nehme MTX und hatte Krebs.

    1 2,22%
  • Nehme MTX und ein weiteres Basis-Medi und hatte Krebs.

    2 4,44%
  • Bitte kreuze hier an, wenn Du über 40 Jahre alt bist.

    24 53,33%
  • Bitte kreuze hier an, wenn Du unter 40 Jahre alt bist.

    6 13,33%
Multiple-Choice-Umfrage.
Ergebnis 1 bis 12 von 12

Thema: MTX und Krebs

  1. #1
    Registrierter Benutzer
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    1.418

    MTX und Krebs

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    Hallo!
    Heute habe ich Gelegenheit gehabt mit einem Spezialisten zu sprechen. Es handelt sich um jemand in der Forschung.
    Nachdem bei mir MTX nicht wirklich wirkt: die Arthritis ist viel besser, die Vaskulitis nicht, suche ich nach einer Alternative.
    Er meinte auch MTX sei keine Dauerbehandlung. Das Krebsrisiko sei viel zu hoch, und ich zu jung. Bin 40.
    So wollte ich Euch mal fragen, wie das mit MTX und Krebs ist.

    Bin für jede Antwort dankbar, weil ich doch verunsichert bin. Nehme MTX sei 5 Jahren.

    Kati

  2. #2
    Daniela
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    Saal a. d. Donau
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    41

    Krebs durch Rheuma-Mittel

    Hallo,

    ich glaube, dass es fast kein Rheumamittel gibt, dass nicht in irgendeiner Weise Krebs auslöst. Ob es nun der Hautkrebs sein soll, oder andere Tumore und Krebsarten.

    Mtx wird zum Beispiel bei Gehirntumoren und Lymphdrüsenkrebs eingesetzt.

    Das sind dann hier immer diese Fälle - ist schnell und plötzlich von uns gegangen.

    Mal ehrlich - liest irgendeiner die Beipackungen? Oder verstehen alle die med. Fachausdrücke die du hingeklatscht bekommst bei Infusionen?

    Sicherlich ist es so, dass die Medikamente für Rheuma allesamt bei Krebstherapien eingesetzt werden, allerdings wesentlich höher dosiert werden, als bei uns.
    Nur wir nehmen das Zeug auf Dauer und nicht nur für 5-6 Zyklen werden der Krebsbehandlung.
    Jedes Krebsmittel löst Krebs aus, dass ist wohl Tatsache, auch wenn das von den Docs auf den Rehas immer runter gespielt wird.

    Stellt sich die Frage wieso sterben die Rheumis meistens an Krebs??

    Ich lass das mal so stehen....
    Viele liebe Grüße

    Dani

  3. #3
    Der Brummkreisel Avatar von sternfieber
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    Hallo,

    ich hatte bereits vor 15 Jahren Non Hodgkin Lymphom und werde jetzt trotzdem mit Mtx behandelt. Der Waschzettel weist auch hier als Nebenwirkung Lymhknotenkrebs aus. Trotzdem habe ich in Absprache mit meinem Rheumadoc die Behandlung mit Mtx gestartet. Wohl war mir dabei auch nicht, aber ich merke, dass es mir langsam etwas besser geht. Die gwonnene Lebensqualität ist auch viel wert. Meine Gedanken dazu.

    Gruß

    sternfieber

    Wer den Tag mit einem Lachen beginnt, hat ihn bereits gewonnen.

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  5. #4
    anurju Avatar von anurju
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    Hey,

    sicher hat jeder von uns Angst vor einer erhöhten Krebsgefahr durch Rheumamedikamente.
    Aber ich habe meinen Rheumatologen und den Prof. in der Rheuma-Klinik sehr genau danach gefragt (wie haben eine extreme Krebshäufung in der Familie) und sie haben mir das so gut erklärt, dass ein Großteil meiner Angst beseitigt wurde.
    Das Risiko ist nach langjährigen Studien wohl wirklich sehr gering - eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit gutartiger Hauttumore kann man wohl aus einer Studie herauslesen - aber diese ist wohl nicht so ohne weiteres auf europäische Verhältnisse übertragbar (aus Australien, wenn ich mich recht entsinne).
    MTX z.B. gehört zu den über viele Jahre erprobten Mitteln (sicher schon 20) und ich glaube, meine Ärzte sind so verantwortungsvoll, mich auf meine Fragen hin nicht anzuschwindeln...
    Zweifellos sind das keine Bonbons und natürlich sollte man die Vorsorgeuntersuchungen sehr ernst nehmen.
    Eine Oberärztin hat mir das mal so erklärt:
    Man kann sich Rheumaformen wie Hunderassen vorstellen - sie sind unterschiedlich aggressiv und wenn sie Schaden anrichten können, gehören sie an die Leine (Immunsuppressiva) - von der sollte man sie auch nicht zu schnell wieder loslassen...

    Ich kann nur sagen: durch MTX habe ich eine völlig andere Lebensqualität zurück erlangt. Ich nehme es nicht gerne und würde langfristig am liebsten ohne auskommen - aber vorerst braucht mein Immunsystem anscheinend diese Hilfe.
    Sorgen um mögliche Risiken sind sicher nachvollziehbar, aber wenn man vor Schmerzen nicht mehr ein noch aus weiß oder das Risiko bleibender Schäden besteht, geraten diese halt begründeter Weise in den Hintergrund.

    Liebe Grüße von anurju
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab !

  6. #5
    Registrierter Benutzer
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    Danke für Eure Antworten.
    Ich kann mich sehr gut an die Schmerzen erinnern, wie ich MTX für ein Jahr abgesetzt habe. Bin froh es zu nehmen!
    Und ja, ich nehme auch die Nebenwirkungen in Kauf.
    Aber diese so starke Aussage hat mich etwas verängstigt.
    Nicht, dass ich MTX absetzen wollte (habe diese Woche nicht gespritzt und sofort hat das Nasenbluten aufgehört), aber verunsichern tuts mich doch.

    Ich bin froh wenn noch jemand die Umfrage beantwortet... je mehr, desto aussagekräftiger ist das ganze.
    Und ich bin ja nicht die einzige, die fragt. Wie oft kommen hier vor allem neue User, die Angst vor MTX und Nebenwirkungen haben.

    Also, nochmal danke, für alle, die hier mitmachen!
    Kati

  7. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Anja1
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    Hallo Kati,

    Ich habe auch sehr viele Krebsfälle in meiner Familie und deshalb nehme ich mtx auch nicht ohne mir sorgen zu machen.

    Mich würde interessieren, mit welchem Spezialisten du gesprochen hast? Spezialist für was?

    Du kannst mir das auch gerne per PN schreiben, wenn du öffentlich nicht antworten magst.

    Ganz liebe Grüße

  8. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von Gertrud
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    Ich mache mir gar keine Sorgen um Krebs!

    Was nutzt es mir, wenn ich nicht an Krebs erkranke - und dafür jahrelang schlimmste Schmerzen habe?

    Wir erkranken/sterben eh an irgendwas - was nutzt es mir da, mir jetzt Stress mit solchen negativen Gedanken zumachen!? Vor allem unter dem Aspekt, dass ich ja keine große Alternative habe?

    Jeder, der starke Medikamente nimmt, hat Nebenwirkungen - vielleicht gleich, vielleicht später! Aber die guten Seiten wiegt das doch nicht auf? Was hätten wir denn für eine Lebensqualität, wenn es MTX + Co. nicht gäbe .... !? Ich mag mir gar nicht vorstellen, welches Leid Rheumatiker in früheren Zeiten ertragen mussten!
    ***

    Liebe Grüße von Gertrud

    ***
    Die Frage ist doch nicht, wie es mir geht - sondern ob ich mich davon unterkriegen lasse!

  9. #8
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    Hallo, ich habe mir auch schon so meine Gedanken über dieses Thema gemacht. Wie oft hört man, dass Menschen an Krebs erkranken, obwohl sie gesund gelebt haben und sich sogar die Einnahme jeder Kopfschmerztablette dreimal überlegt haben. Und ich pfeiffe mir schon 5 Jahre lang MTX in unterschiedlicher Dosierung rein. Kann ich da allen Ernstes annehmen, dass ich nicht daran erkranken werde? Im Endeffekt....ich weiß es nicht und, wie Gertrud schon geschrieben hat, hat man denn eine andere Wahl? Ich weiß noch genau, wie das Rheuma mit aller Wucht zugeschlagen hat. Ich war total am Ende und das MTX hat mir schrittweise mein altes Leben zurückgegeben und dafür bin ich unendlich dankbar. Ich habe für mich beschlossen, nicht mehr darüber nachzudenken, welche Nebenwirkungen MTX haben wird, denn vielleicht, mit viel Glück, gar keine und wenn doch, dann soll es eben so sein, aber bis dahin hatte ich wenigstens noch einige Jahre Lebensqualität, die ich mit unbehandeltem Rheuma nicht gehabt hätte.
    Gruß


    Desperado



    Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit. ( Sören Kierkegaard)

  10. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Tinchen90
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    Hallo zusammen,

    mir macht es schon ein wenig Angst, wenn ich das so lese. Ich meine, ich bin auch "erst" 22 und als wenn man mit der Erkrankung Rheuma nicht schon gestraft genug ist, muss man sich noch Sorgen machen, dass man Krebs bekommt..
    Ich meine, das Risiko ist doch sicherlich verdammt hoch an Krebs zu erkranken, wenn man MTX dann über viele Jahre nehmen muss, weil ein paar habe ich ja noch vor mir. Oder sehe ich das falsch?

    Liebe Grüße, Tinchen
    Niemand hat mich gefragt ob ich leben will, also sag mir nicht wie ich zu leben habe..

  11. #10
    Registrierter Benutzer
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    Hallo Tinchen,

    ich verstehe Dich gut!
    Ich habe auch Angst. Aber ich denke manchmal, und ich habe es auch ein Jahr probiert und bin reumütig zurück, wie es ohne MTX ist. Es geht wohl nicht anders.
    Vielleicht bin ich ja auch nicht ganz konsequent. Ich bin stark übergewichtig, und das birgt auch Krebsrisiko (d.h. ich probiere schon abzunehmen...), ich lebe nicht furchtbar gesund... aber wenigstens ich rauche nicht... naja, wenn ich alles zusammenzähle, dann ist es nicht nur MTX, was mein Krebsrisiko erhöht.
    Das MTX ist halt auch nicht angenehm. Daher zeigen wir wohl auch leichter mit dem Finger drauf und denken uns: also auch noch ein erhöhtes Krebsrisiko!!!!

    Nur hat MTX einen Vorteile bezüglich Krebs: ich weiß, dass es - soweit ich gelesen habe - vor allem ein erhöhtes Hautkrebsrisiko mit sich bringt. Also habe ich jetzt schon vor, noch im Mai eine Kontrolle zu machen. Ohne MTX würde ich das sicher nicht tun. Also vielleicht ist das MTX auch deswegen ein Segen, weil ich besser auf mich aufpasse. Wir können wohl sagen, dass es sich so irgendwie ausgleicht: das erhöhte Risiko und das bessere aufpassen. Und ein Zusatzpunkt: wenn es funktioniert, dann ist die Lebensqualität doch weit besser und die Schmerzen weniger!

    Alles Liebe,
    Kati

  12. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Tinchen90
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    OWL
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    51
    Hallo, Kati..

    danke für deine Worte. Du hast ja recht. Ohne MTX wär es wohl auch kein Leben. Und es ist sicher auch ein Vorteil, wenn man dadurch besser auf sich aufpasst. Aber gerade, wenn man irgendwelche Symptome bei sich bemerkt, ist man noch empfindlicher und ich denke immer gleich ans Schlimmste (momentan auch wieder ). Wär schön, wenn man den Kopf einfach mal ausschalten könnte und die Schmerzminderung genießen.
    Vielen Dank nochmal & alles Gute für dich.

    Ganz liebe Grüße, Tinchen
    Niemand hat mich gefragt ob ich leben will, also sag mir nicht wie ich zu leben habe..

  13. #12
    Sozialkämpfer Avatar von Waldmensch
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    Sachsen
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    Ich möchte es mal kurz auf den Punkt bringen. Der alltägliche Einfluss in Form der Ernährung trägt einen Grossteil bei der Entstehung von Krebs bei. Bei MTX scheint dies überschaubar zu sein.

    LG
    Waldi
    "Es ist schlimm, in einem Land zu leben, in dem es keinen Humor gibt. Aber noch schlimmer ist es, in einem Land zu leben, in dem man Humor braucht."
    B. Brecht

    Aus dem Buch deines Lebens kannst du keine Seiten heraustrennen, aber immer wieder ein neues Kapitel beginnen!“
    (unbekannt)



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