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  1. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von Gitta
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    Bärlin :-)
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    ??

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    Hi Ihrs,
    lese ich nur den Wiederspruch?
    Positive Ausrichtung: konservativ, praktisch, realistisch, verlässlich, diszipliniert, geduldig, ruhig, aufrichtig, routiniert, arbeitsam, verantwortungsbewusst.Negative Ausrichtung: dickköpfig, engstirnig, dogmatisch, langweilig, Mangel an Verantwortungsgefühl, nicht geerdet, faul, unsicher, unzufrieden.
    Irgendwie passt positiv und negativ nicht zusammen-
    Biba
    Gitta
    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

    Albert Schweizer

    Ich schreibe keine Fehler,
    ich schreibe Freestyle.

  2. #17
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    Hallo zusammen,

    der Hilfesuchende muss schon im rechten Sinne "angefasst" werden, der eine mag es etwas härter, für den nächsten ists wieder viel zuviel. Menschen erst innerlich zerbrechen, um nachher die Scherben wieder zusammen zu kleben, ist meiner Meinung nach nicht der rechte Weg.

    Einen Tipp habe ich noch, ein Buch zum Thema "Innenwelt", was sehr gut ist und wirklich alle Seiten und Facetten mitnimmt. Heißt "Expedition Innenwelt" Band 1 und 2, geschrieben von Werner Huemer, habe beide nur so verschlungen und beide haben mir SEHR auf meinem persönlichen Weg, bei dem die Innenwelt eine zentrale Rolle spielt, echt weiter geholfen. Dort wird nichts kaputt gemacht, sondern der Mensch im sanft angefasst und gut begleitet.

    Ansonsten kann ich nur den Tipp dalassen zu lernen auf seine eigenen innere Stimme zu hören.

    Grüße!

    Kelvin

  3. #18
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    Hallo,

    wenn ich mir die Finger meiner Schwiegertochter ansehe kann ich sehr
    gut nachempfinden,daß dadurch eine Lebenskrise ausgelöst werden kann.

    Es ist für mich mehr als verständlich,daß in so einer Situation nach jedem
    "Strohhalm "gegriffen wird.

    Daher bin ich der Meinung,daß die ganze Familie in der Verantwortung ist.

    Dazu gehört für mich,daß ich mir das Buch einmal sehr genau angesehen habe.

    Ich sehe das sehr differenziert.

    Für bestmmte Bereiche sind die Zuordnungen nachvollziehbar.

    Ständiger Ärger schlägt auf den Magen...
    Häufige Überlastung kann zu Rückenschmerzen führen...
    Dauerstreß und Kopfschmerzen sehe ich auch durchaus in einem
    logischen Zusammenhang.

    In den Fällen besteht sicher auch die Möglichkeit aktiv zu werden.

    Aber bei anderen Krankheitsbildern z.B. auch Rheuma oder Diabetes
    empfinde ich die Ausführungen nicht nur sehr gewagt,sondern anmaßend.

    Der unter extremen Leidensdruck stehende Mensch wird zusätzlich noch
    diffamiert und als "Versager " verunglimpft.

    Dadurch kann er wie Kevin richtig schreibt,zerbrechen.

    Aber......es werden ja ( was für ein Glück ) gleich Hilfangebote mitgeliefert.

    Und kommt man dem Probem nicht auf den Grund,ist das natürlich
    auf Blockaden seitens des Patienten zurückzuführen.
    Eventuell stammen die Blockaden noch aus einem früheren Leben...

    Aber....wie gesagt-kein Thema-es gibt Lösungen.

    Ich bin die Problematik ganz praktisch angegangen.

    Habe meine Schwiegertochter einfach gafragt wie sie es sehen würde,
    wenn ich ihr all die Defizite unterstellen würde.

    Ich glaube,es hat sie zum Nachdenken angeregt.

    Liebe Grüße

    Julika-Marie

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  5. #19
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    Kritische Fragen stellen ist immer der beste Weg, jemanden in solch einer Situation zu erreichen.

    Mit Aussagen a la "muss man so und so machen" erzeugt man eher Ablehnung, ES SEI DENN: Man wurde darum gefragt!

    Ungefragt andere zu beglücken trifft in den seltensten Fällen auf fruchtbaren Boden.

    Aber kritische Fragen, die den Menschen selbst zum Nachdenken anregen treffen immer, wenn die Frage wirklich gut gestellt ist.

    Wie heißt es so schön in Matrix: Neo, ich kann Dir nur die Tür zeigen, durchgehen musst Du selbst!

    Und genau so ist es mit jedem persönlichen Weg. Kritische Fragen stellen ist auch eine Art, Türen zu zeigen :-)

    Wünsche ein schönes Wochenende!

    Kelvin

  6. #20
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    Zitat Zitat von kelvin Beitrag anzeigen
    Kritische Fragen stellen ist immer der beste Weg, jemanden in solch einer Situation zu erreichen.
    Kritische Fragen stehen nicht jedem zu. Kritische Fragen würden bei mir auf äusserst unfruchtbaren Boden fallen, es sei denn, ich hätte denjenigen gefragt.

    Wie heißt es so schön in Matrix: Neo, ich kann Dir nur die Tür zeigen, durchgehen musst Du selbst! !
    Klingt für mich sehr anmaßend. Als ob der vermeintliche Hilfesteller besser wüsste, wo die richtige Tür für eine einzelne Person ist. Sowas nenne ich Terror der vermeintlich gutmeinenden Helfer.

    Zum Buch: Ich finde die Aussage ziemlich unmöglich. Kein Mensch wünscht sich Krankheit, und erst recht keine chronische Krankheit. Solchen Menschen zu erzählen, sie hätten an iher Krankheit selbst schuld, ist für mich nichts anderes als Körperverletzung. Wobei der Körper für mich die Psyche mit einschließt.

    Der Kranke wird diffamiert und als Versager und Schuldiger dahin gestellt. Und das soll helfen? Wem denn?

  7. #21
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    Gegenfrage: Was hilft denn dann? So richtig?

    Und was ist, wenn doch mehr dahinter steckt, als nur der Looser bei der Genkombination zu sein?

    Kelvin

  8. #22
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    Die Gegenfrage ist müßig. -

    Du sprichst es ja selber an: Gene sind unterschiedlich. Der eine hat Glück, der andere weniger. Wobei ich durchaus ein Verfechter der Umwelttheorie a la B. Lipton bin; die Umwelt formt die Gene mit.

    Aber auch diesbezüglich haben Menschen entweder Glück oder Pech. Der eine wird in eine günstige Umgebung hinein geboren, der andere in eine eher ungünstige Umgebung.
    Das ist aber normal so in der Natur. Daraus zu schlussfolgern, dass Krankheit einen tieferen Sinn habe oder sich gar ein Weg durch sie aufzeige oder, noch schlimmer, den Leuten eine Mitschuld an ihrer Krankheit anzudichten, halte ich für wenig sinnvoll.
    Zwar ... irgendwie ... menschlich, aber nicht sinnvoll im Sinne von zielführend.

  9. #23
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    Die Gegenfrage zielte eher darauf ab, die beiden Extrempositionen klarzustellen.

    Entweder man glaubt an den Zufall,

    - dann gibts irgendwas dazwischen -

    Oder man glaubt an einen Sinn des Lebens mit mehr dahinter.

    Muss jeder selbst wissen, wo man sich eher hinzu rechnet, oder mitten rein und je nach Lage mal so oder so ;-)
    Mich persönlich hat das letztere wirklich weiter gebracht.

    Grüße!

    Kelvin
    Geändert von kelvin (02.03.2012 um 22:03 Uhr)

  10. #24
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    Was hat denn der Sinn des Lebens mit einer Krankheit zu tun? Das verstehe ich nicht.

    Ich würde Lebenssinn nie an Krankheit oder Gesundheit festmachen.

  11. #25
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    den Sinn

    des Lebens ( erst ) durch Krankheit zu entdecken oder zu finden ist ein Phänomen unserer "hochentwickelten Leistungsgesellschaft". 90 % der Menschen auf diesem Planeten fänden diese Art der Auseinandersetzung mit einer ( ernsten ) Erkrankung sicher merkwürdig. Anderersseits haben genau diese Menschen höchstwahscheinlich eine stärkere Spiritualität, Glauben oder Wurzeln in traditionellen Riten, dass sie diese nicht erst in Krisenzeiten "suchen" müssen.
    In unserer Kultur huldigen doch erstmal alle der Jagd nach dem Geld, bis sie durch einen Schicksalsschlag oder Krankheit anfangen, über den Sinn des - ihres - Lebens nachzudenken, manche reflektieren dann sogar !

    Die Bücher "Krankheit als Weg " KÖNNEN eine Möglichkeit sein, über sich und den eigenen Standpunkt in der Welt nachzudenken, nicht als Doktrin und schon gar nicht als " Schuld", wie es hier dargestellt wird. Es kann Anreiz sein, anzufangen, nachzudenken. Und hier sind die Menschen unterschiedlich : einer möchte sich ablenken und sich am liebsten nicht mit seiner Situation auseinanderssetzen und ein anderer liest, denkt nach, zieht sich vielleicht auch nach innen zurück und verarbeitet seine Erkrankung in einem Prozeß. Für die Menschen um einen herum ist die letzte Möglichkeit schwer zu ertragen. Ich meine das nicht wertend, und es gibt natürlich auch noch andere Wege des Umgans mit der Verarbeitung einer chronischen Erkrankung. Hier beziehe ich mich auf die Schwiegertochter von Julika-Marie.
    Ich hatte dir ja schon einmal vor einigen Monaten geantwortet, liebe Julika. Deine Schwiegertochter hat ihre Art,mit ihrer Erkrankung umzugehen, es ist ja auch noch recht "frisch". Welche inneren Sorgen, Ängste und auch Versagensgefühle sie hat, weiß wahrscheinlich kaum jemand. Sie sucht nach Antworten, Hilfen, eine Möglichkeit, mit der sie die Information über eine eventuell sogar die Lebensplanung ( auch eine merkwürdige Sache ) betreffende Veränderung verarbeiten kann. Ihre Welt steht auf dem Kopf ! Für die Außenstehenden, die Familienmitglieder, eine schwer aushaltbare Situation, sie erwarten, dass "nun" doch alles wieder rasch "normal" wird, nicht aufgeben, positiv denken und bitte lächeln ist das Ziel....
    ein großer Druck, der da auf den Betroffenen ausgeübt wird, wenn auch ungewollt. Ich frage mich, warum du deiner Schwiegertochter nicht die Möglichkeit läßt, sich mit IHRER Erkrankung auf IHRE Weise auseinanderzusetzen ? Wovor hast du Angst ? Dass sie depressiv wird, nicht mehr funktioniert, eine schlechte Mutter / Frau wird ? Wie geht dein Sohn mit der Krankheit um ? Machst du dir Sorgen um ihn ?
    Die Frage, die ich mir stellen würde, und die ich ihr eventuell ihr gegenüber auch äußern würde, wäre, warum sie den Grund ihrer Erkrankung bei sich sucht - wenn das dein Eindruck ist. Ob sie vielleicht Schuldgefühle hat - und weswegen und WER ihr die vermittelt. Vielleicht hat sie auch "Altlasten" zu verarbeiten, die jetzt erst für sie greifbar sind.
    Sei mir nicht böse, aber ich würde mich durch dich unter Druck gesetzt fühlen ( noch mehr das Gefühl haben, nicht auf dem richtigen Weg zu sein ). Du möchtest, dass sie funktioniert - für wen ? Kinder, den Mann, für sich oder für dich ? Wenn du das Gefühl hast, deine Schwiegertochter braucht Hilfe und fällt in ein "Loch", solltest du sie ermutigen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Du wirst das nicht können und eher mehr Schaden anrichten, als ihr zu helfen. Wenn ihr ein gutes Verhältnis habt, wird sie darüber nicht böse sein. Wenn ihr etwas an ihr liegt, lass sie doch etwas mehr "in Ruhe" und unterstütze sie eher im Alltag....
    Bitte nicht falsch verstehen, aber als selbst chronisch Kranke weiß ich, wie anstrengend "Hilfe versuche" und gute Ratschläge von Familie und Freunden in der Situation sein können....man will jemanden aufbauen und schafft nur mehr Distanz.

    Liebe Grüße, Tina

  12. #26
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    Zitat Zitat von tina71 Beitrag anzeigen
    des Lebens ( erst ) durch Krankheit zu entdecken oder zu finden ist ein Phänomen unserer "hochentwickelten Leistungsgesellschaft". 90 % der Menschen auf diesem Planeten fänden diese Art der Auseinandersetzung mit einer ( ernsten ) Erkrankung sicher merkwürdig. Anderersseits haben genau diese Menschen höchstwahscheinlich eine stärkere Spiritualität, Glauben oder Wurzeln in traditionellen Riten, dass sie diese nicht erst in Krisenzeiten "suchen" müssen.
    In unserer Kultur huldigen doch erstmal alle der Jagd nach dem Geld, bis sie durch einen Schicksalsschlag oder Krankheit anfangen, über den Sinn des - ihres - Lebens nachzudenken, manche reflektieren dann sogar !
    Dies ist eine grobe Verallgemeinerung, der ich nicht zustimme.
    Verallgemeinerungen bringen überhaupt nie weiter.
    Es ist klassisch, dass Menschen dann, bei solch einem Thema, beginnen, die Schuld bei sich zu suchen für ihre Krankheit. Und genau das macht noch kränker.

  13. #27
    anurju Avatar von anurju
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    Hey zusammen,

    also ich finde, Tina hat das absolut perfekt ausgedrückt.
    Wenn ich das rückblickend bei mir betrachte, habe ich zwar schon vorher "reflektiert" gelebt und andere sagten mir immer, ich würde "in mir ruhen", aber die Erkrankung zwang mich gnadenlos, mein Leben zu überdenken, Prioriäten zu setzen...
    Insofern: ich glaube schon, dass solche Grenzsituationen eine Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen und mit dem Leben an sich anstoßen können - nicht müssen...

    Das Buch und ähnliche Werke sehe ich allerdings durchaus kritisch - dort wird manches für meine Begriffe zu sehr verallgemeinert und dogmatisiert. Aber das ist vermutlich eben auch Geschmacksache und für jeden anders.

    Liebe Grüße und für Jelka-Marie: ich finde es sehr gut, dass du dich mit dem Problem deiner Schwiegertochter beschäftigst.
    Aber vielleicht ist die Anregung von Tina, ihr erst einmal ihre "Suchbewegungen" zu lassen und geduldig abzuwarten, wirklich der richtige Weg.
    Sonst reibt sich die ganze Familie zu sehr auf und letztlich lässt sich der Verarbeitungsprozess in ihr drin sowieso nicht beschleunigen. Auch bei mir hat es eine Zeit gedauert, bis ich das alles für mich geklärt hatte und ich bin damit lange noch nicht fertig...

    Viel Kraft für eure ganze Familie wünscht
    anurju
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab !

  14. #28
    Gesperrter Benutzer
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    Zitat Zitat von anurju Beitrag anzeigen
    Insofern: ich glaube schon, dass solche Grenzsituationen eine Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen und mit dem Leben an sich anstoßen können - nicht müssen...
    ich brauche dazu keine Krankheit. Ich kann das auch alleine.
    Im Gegenteil Krankheit be-hindert mich. Davon abgesehen: Ich würde mich nicht wundern, wenn andere das ähnlich sehen würden.

    Teilweise ist mir das auch zu dogmatisch. Stekct mir zu sehr dieses Schuld-Denken dahinter, dieses "Bescheide dich, sei zufrieden mit deiner Krankheit". Und das finde ich wahrhaft krankhaft. Der Mensch ist geboren, um glücklich zu leben, im Rahmen seiner Möglichkeiten seine Ziele zu erreichen; und nicht, um krank dahin zu "leben" und sich ständig bescheiden und zurück nehmen zu müssen, weil er krank ist. Das kann nicht Lebens-Sinn sein.

  15. #29
    anurju Avatar von anurju
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    Hey calacirya,

    dein Zitat hat ja den Satz, der davor stand weggelassen - der gehört aber dazu: ich habe vor der Erkrankung auch reflektiert gelebt - stand da ! Insofern sehen wir das wohl gleich...
    Das Leben mit Schmerzen ist halt doch ein völlig anderes und meiner Ansicht nach zwingt es eben zu Veränderungen; ob man die mag oder nicht. Und in meinem Fall eben auch zum Überdenken und Verändern einiger Lebensinhalte und Verhaltensweisen.

    Jeder hat da letztlich seinen eigenen Weg und seine eigene Sicht der Dinge - das ist ja auch gut so.

    Liebe Grüße von anurju
    Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab !

  16. #30
    PMR seit 08/2008 Avatar von Tiangara
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    Ich sehe das wie Tina. Und obwohl die Krankheit mich auch (körperlich) behindert, so hat sie mir doch ermöglicht, auf geistig-seelischem Gebiet Entwicklungen durchzumachen, die ich ohne sie nicht gemacht hätte!

    Würde mir jemand sagen: "Lies dieses (oder jenes) Buch nicht, das tut dir nicht gut" o. Ä., dann würde ich mich fühlen wie ein bevormundetes Kind und mich erst recht zurückziehen.

    Wenn jemand dabei ist, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, sollte sich niemand ungefragt einmischen. Ein Mensch muss auch die Chance haben, für sich selbst herauszufinden, was für IHN gut und richtig ist (das kann für einen anderen aber ganz anders sein und ist eben individuell verschieden). Solche Prozesse ziehen sich oft über Jahre hin und es gibt viele Hochs und Tiefs dabei, aber es ist das, was man Entwicklung nennt, und ich finde Entwicklung immer besser als keine Entwicklung. Es ist im Übrigen auch einfach ein Weg, mit der Krankheit besser klar zu kommen.

    Wenn da jemand anderer Ansicht ist, ist das vollkommen okay. Dann ist das für IHN eben anders. Aber auch hier darf man nicht einfach von sich ausgehen und für andere bewerten. Jeder ist anders und keiner kann in den anderen hineingucken. Insofern bin ich dafür, die Menschen ihre Probleme selbst lösen zu lassen - es sei denn, sie bitten ausdrücklich um Hilfe.

    Schönen Samstag,

    Tiangara
    Meine Krankenvita: klick --> Tiangara

    Altwerden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht, aber um so weiter sieht man.

    (Ingmar Bergman)

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