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  1. #1
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    Frage Frage an Kortison- Profis bezügl. Ausschleichen/ Absetzen von Kortison

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    Hallo Ihr Lieben,

    meine Frage betrifft das Ausschleichen bzw. Absetzen von Kortison.

    Dieses nehme ich seit ca. 4 Jahren, anfangs 30 mg/Tag, dann herunter bis auf 5 mg, danach weiter ausgeschlichen bis 0,5 mg jeden 2. Tag (seit ca. 2 Monaten).

    Meine Rheumatologin sagte mir beim letzten Besuch, ich solle das Kortison ab sofort ganz weglassen, da ich (außer Müdigkeit) momentan keine Beschwerden habe und 0,5 mg sowieso nur eine "homöopathische" Dosierung sei. Im gleichen Atemzug meinte sie, es wäre besser, erst nach den Weihnachtsfeiertagen aufzuhören, "damit bei Bedarf ein Arzt zur Verfügung steht".

    Kann ich einfach so von heute auf morgen mit dem Kortison aufhören? Immerhin nehme ich es schon seit 4 Jahren! Auch wenn's nur 0,5 mg jeden 2.Tag sind. Was könnte da passieren?
    Soll ich eher weiter ausschleichen, also jede weitere Woche einen Tag mehr dazwischen oder doch - wie von der Ärztin vorgeschlagen - abrupt damit aufhören?

    Für Hinweise wäre ich sehr dankbar!

    Liebe Grüße von
    Mayin

  2. #2
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    Lächeln Kortison absetzen

    Hallo!

    Ich nehme seit 5 Jahren Kortison und MTX. Ich finde eine Erhaltungsdosis von 0,5 mg schon echt wenig. Ich glaube nicht, dass Du gleich einen Schub bekommst. Wenn Du Angst davor hast, dann mach es doch Wochenweise. Einfach nur noch alle drei Tage, dann alle vier Tage usw...wenn Du merkst, das Symptome zurück kommen, dann kann man ja immer noch rechtzeitig handeln. Ich persönlich nehme 5 mg jeden Tag, das ist unter der "cushing"Grenze und ich würde es glaube ich nie absetzen. Man hat ja bei so wenig Kortison auch keine nennenswerten Nebenwirkungen. Es wird aber ganz bestimmt nichts schlimmes passieren, da brauchst Du Dir keine Sorgen machen!

    Schönen Abend noch

  3. #3
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    Hallo peppels,

    danke für Deinen Tipp! So werd ich's machen.

    Normalerweise würde ich mir keine Gedanken machen, aber ich habe gerade einen neuen Job angefangen und möchte keine Schwierigkeiten. Zudem habe ich Ende Januar einen Termin in der Rheumaambulanz einer Uniklinik, weil ich mehr Informationen über meine Autoimmunkrankheit haben will und bis dahin soll ich kortisonfrei sein.

    Ja, ja, das Kortison: Ich nehm's nicht gerne, aber ich habe mich dran gewöhnt (wie wohl die meisten hier im Forum). Als offensichtlichste Nebenwirkung habe ich ca. 12 kg zugenommen. Aber besser mit und fit, als (buchstäblich) am Stock gehen!

    Liebe Grüße von
    Mayin

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  5. #4
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    Hola Mayin,

    ich bin selber zur Zeit am Ausschleichen. Da ich in Spanien wohne und die hiesigen Ärzte beim Thema ausschleichen ziemlich lax vorgehen, habe ich mich im Vorfeld erkundigt. Es gibt zwar kein generelles und allgemeines Prinzip zum Ausschleichen, aber wenn du schon seit 2 Monaten auf 0,5mg bist (wenn ich das richtig interpretiert habe) solltest du gefahrlos nullen können.
    Ich habe z.B. von 30mg Morgens und 30mg Abends (zweiteres ist gar nicht gut) bis auf jetzt 20 mg nur noch morgens in 10er Schritten abgebaut. Jetzt gehts dann mit 5er Schritten weiter bis 10 dann in 2,5 alle drei Tage bis null. Allerdings hatte ich bei den 10er Schritten leichte Entzugserscheinungen.
    Wie sagtest du noch? Ja ja, das Cortison

    Gruß

    Uwe
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  6. #5
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    Hallo,

    bin vielleicht nicht ganz richtig hier. Hatte im Juni eine Herzbeutelentzündung und habe daraufhin Kortison bekommen. Angefangen bei 50mg. Nach einigen Rückschlägen Kortison wieder rauf, wieder runter bin ich nun bei 2,5 mg am Tag. Nun mal eine Frage. Hatte immer wenn ich die Dosis verringert habe in den ersten Tagen Probleme. Müdigkeit, hohen Puls, leichtes Herzstolpern. Hat jemand ähnliche Erfahrungen damit???
    zusätzlich nehme ich noch Tilidin Tropfen, Ibuprofen, Bisoprolol und Vigantoletten.
    Aber nach ein paar Tagen ist das eigentlich immer wieder besser. Sind das Entzugserscheinungen vom Cortison. Über einen Kommentar würde ich mich freuen.

    Gruss
    Jochen

  7. #6
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    Hallo Mayin,
    ich glaube du brauchst dir echt keine Gedanken zu machen, alle zwei Tage 0,5mg ist so gut wie nichts. Als ich einmal mein Kortison ausgeschlichen habe, bin ich bis 5mg in 10er Schritte und dann, ab 5mg, alle vier Wochen 1mg runter, sprich von 1mg auch auf Null!

    Viel Erfolg!

  8. #7
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    Zitat Zitat von Jochen0308 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    bin vielleicht nicht ganz richtig hier. Hatte im Juni eine Herzbeutelentzündung und habe daraufhin Kortison bekommen. Angefangen bei 50mg. Nach einigen Rückschlägen Kortison wieder rauf, wieder runter bin ich nun bei 2,5 mg am Tag. Nun mal eine Frage. Hatte immer wenn ich die Dosis verringert habe in den ersten Tagen Probleme. Müdigkeit, hohen Puls, leichtes Herzstolpern. Hat jemand ähnliche Erfahrungen damit???
    zusätzlich nehme ich noch Tilidin Tropfen, Ibuprofen, Bisoprolol und Vigantoletten.
    Aber nach ein paar Tagen ist das eigentlich immer wieder besser. Sind das Entzugserscheinungen vom Cortison. Über einen Kommentar würde ich mich freuen.

    Gruss
    Jochen
    Hallo Jochen,

    es wäre wichtig zu wissen, was die Ursache Deiner Herzbeutelentzündung war.
    Wann warst Du zuletzt beim Kardiologen?
    Die Symptome die Du schilderst könnten auch auf ein Wiederauftreten der Herzbeutelentzündung oder auf Herzrhythmusstörungen zurückzuführen sein.

    Deshalb solltest Du erst einmal zum betreuenden Kardiologen gehen und zwar bald!

    Gruß waschbär

  9. #8
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    Hallo,

    hier der Bericht wie's mir ergangen ist: einfach toll!

    Ich habe das Kortison von einem Tag auf den anderen ganz abgesetzt und fühle mich prima (keine Entzugserscheinungen o.ä.). Na ja, bei der extrem niedrigen Abschlussdosis!

    Mir fällt auf, dass ich mich ohne das Korti wieder mehr spüre. Mit Kortison habe ich mich irgendwie "fremdgesteuert" gefühlt, war oft nervlich am Ende. Ich spüre eine Klarheit, die ich während der Kortisoneinnahme nicht hatte.

    Könnt Ihr mir folgen? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich finde, Kortison verändert die Persönlichkeit. Ich habe mich während der Einnahme anders verhalten als sonst. Irgendwie hysterischer, glaube ich .

    Relaxte Grüße von Mayin

  10. #9
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    hallo, jetzt traue ich mich auch zu fragen:

    nehme seit bald 20 jahren corti, in den unterschiedlichsten dosierungen. mir geht es seit 1 jahr ganz ordentlich, kaum beschwerden, doch die osteoporose lässt grüssen, eindeutig hervorgerufen com corti.

    bin seit monaten zwischen 1 und 2 mg corti. ich habe ein präparat, das für mich gut verträglich ist, dessen kleinste einheit ist 5 mg, ich halbiere die tablette immer auf 2,5 mg und knipse was von der hälfte runter, mal mehr - mal weniger, so genau kann ich das nicht hinkriegen, manchmal ist es auch eine viertel tabl. - also ein winziges bröckelchen. ich würde gerne mal versuchsweise corti ganz absetzen, was ratet ihr mir?

    die docs sagen, probieren geht über studieren. soll es mal auf eigenes risiko versuchen usw.

    wer hat erfahrung mit dem absetzen nach solanger einnahme?

    gruss
    bise

  11. #10
    das Monster Avatar von Monsti
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    Hallo bise,

    ich glaube, es ist unerheblich, ob man nun das Cortison 5, 10 oder 20 Jahre lang genommen hat. Eher kommt es auf die Höhe der Erhaltungsdosis an. Diese scheint bei Dir ja schon seit längerem extrem niedrig zu sein, wobei es auch auf das Präparat ankommt. Es ist ein Unterschied, ob man 2 mg Prednisolon oder 2 mg Methylprednisolon bzw. ein anderes Cortisonpräparat nimmt.

    Meiner Ansicht nach kannst Du 1-2 mg bedenkenlos innerhalb von zwei Wochen auf Null schleichen. Das Ausschleichen dient ja nur dazu, die brachliegende körpereigene Cortisolproduktion anzuregen bzw. kein Defizit enstehen zu lassen. Bei 1-2 mg wird aber schon wieder genügend körpereigenes Cortisol produziert.

    Ich hatte es 2004 nach 5 Jahren lückenloser Einnahme von Methylprednislon wie folgt gehandhabt: Erhaltungsdosis lag i.d.R., d.h. außerhalb von Schüben, bei 4 mg (= ca. 5 mg Prednisolon). Im Februar 2004 nahm ich über ca. zwei Wochen 16 mg, die ich bis Ende März wieder bis auf die gewohnten 4 mg heruntergeschlichen hatte. Von nun an ging es aber langsamer weiter, und zwar nach folgendem Schema:

    Woche 1 und 2: 4 mg bzw. 3 mg im täglichen Wechsel
    Woche 3 und 4: 3 mg
    Woche 5: 3 mg bzw. 2 mg im täglichen Wechsel
    Woche 6: 2 mg
    Woche 7: 2 mg bzw. 1 mg im täglichen Wechsel
    Woche 8: 1 mg, danach nichts mehr.

    Das ging prima.

    Liebe Grüße
    Angie
    Bejahe den Tag, wie er dir geschenkt wird, statt dich am Unwiederbringlichen zu stoßen. (A. de Saint-Exupéry)
    ______________________________________________


  12. #11
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    Cortison ausschleichen

    Welche Alternative gibt es denn zu Cortison?? Ich nehme seit Mai 2008 Cortison. Bin jetzt von 20mg auf 5mg heruntergefahren. Aber da mein Darm nun streikt, möchte ich weiter herunter kommen, aber wie???? Welche Alternative gibt es für mich??? Und wie schleiche ich weiter herunter?? Freue mich auf jeden Tip von Euch.....

  13. #12
    vroni Avatar von Krankeschwester
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    Cortison ausschleichen

    Hallo Annabella,
    mir fällt eigentlich keine Alternative zu Cortison ein. Es ist unschlagbar, was seine Effektivität betrifft.
    Ich habe seit 10 Jahren wechselnde Dosen gehabt und bin seit 2 Jahren bei 5mg Decortin H stehen geblieben, allerdings ohne jegliche andere Basistherapeutika. Kann leider noch nicht mal auf 4,75 mg runtergehen, mir geht's nach spätestens zwei drei Tagen wieder schlechter.
    Bist Du sicher, daß die Darmprobleme am Cortison liegen, mal den Doc befragt zu dem Thema?
    Also ich würde halt probieren in 0,5er Schritten zu reduzieren. Nimm einfach mal drei Tage lang 4,5mg und guck, wie's geht.
    Kenne eigentlich niemanden, der bei 5mg Darmgeschichten hat. Meinst Du Dünnpfiff?
    Gruß Vroni

  14. #13
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    Corti

    hallo miteinander,

    ich nehme auch cortison, seit ca.gut 2-3Jahren 8mg prednisolon. ich die blöde habe in der zeit nicht an calcium gedacht und letztes jahr hatte ich calciummangel noch keine osteo aber klar hat das mich auch getroffen. egal wie geil diese arznei ist, ist die auf jeden fall sehr gefährlich. ich nehme seit monaten zwar calcium täglich 1000-1200mg und vitamin D 2000 täglich ob das mein calciumspiegel wieder in ordnung bringt????
    habe sehr Angst davor....
    ich wollte jetzt auf 7mg runter, gestern habe ich zum ersten mal 7mg eingenommen, aber habe mich psychisch richtig ferig gemacht so sehr dass ich nicht mehr arbeiten konnte, habe alle gelenke gespürt..und heute habe ich wieder 8mg eingenommen. ich möchte jetzt erst einmal eine woche lang 8-7-8-7 einnehmen dann mal schauen. nehme sonst keine andere basismedikament ein. was meint ihr könnte ich auch mal auf 5mg runter kommen. wie könnte ich meine entzündung eigentlich in griff bekommen. bin 30jahre alt weiblich..arbeite voll ....kann mir jemand vielleicht auch helfen??? vorallem wie ich mein calcium wieder in ordnung bringen kann??? cortison runter auf 5mg drehen kann??
    vielen herzlich dank...
    gruß
    moti

  15. #14
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    Ich habe durch das Cortison chronische Magenbeschwerden. Cortison kann auf dauer den Magen-Darmtrakt angreifen. Die Dosierung spielt dann auch keine große Rolle, wenn man es lange Zeit einnimmt. Muss aber nicht sein.

  16. #15
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    Calcium / Vitamin D

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    Bei diesen beiden Stoffen müßt Ihr ein wenig achtsam sein. Einmal eine große Dosis zu nehmen, führt nur dazu, daß Ihr den Großteil der Substanzen wieder über den Darm ausscheidet. Also lieber 4x250mg am Tag als 1x1000mg. Hinzu kommt, daß für die körpereigene Vitamin D - Umwandlung/Verwertung Sonnenlicht nötig ist. Richtig wäre also, die Aufnahme von Vitamin D - haltigen Nahrungsmitteln auf den Vormittag zu legen, um die nötige Sonneneinstrahlung auch bei bedecktem Himmel beim Spaziergang am Nachmittag anzuregen.

    Wenn Ihr meint, Ihr würdet unter einem Mangel von Calcium oder Vitamin D leiden, laßt Euren Doc doch bei der nächsten Blutüberprüfung diese Werte mit überprüfen.
    aktuelle Diagnosen: Restless-Leg, chronische Polyarthritis in Remission

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