Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
    kurz vorm durchdrehen Avatar von miss_kittel
    Registriert seit
    05 2006
    Ort
    düsseldorf
    Beiträge
    5

    Ausrufezeichen starke psychische nebenwirkungen bei kortison dosis-reduzierung?

    Anzeige
    hallo ihr lieben,

    bin noch ein echter neuling hier, aber manchen sicherlich schon bekannt. bin an sarkoidose stadium 1 erkrankt und bekomme seit ca einer woche das erlösende kortison (prednisolon). körperlich geht es mir blendend, keine schmerzen, kein schlimmes mutanten-aussehen mehr. doch dummerweise tauchen jetzt ziemlich üble nebenwirkungen psychischer art bei mir auf.

    heute bin ich auf 30mg kortison runter gegangen, ca 3 stunden nach der einnahme wusste ich nicht mehr wie mir geschah. beim einkaufen überkam mich benommenheit, verwirrtheitszustand, irgendwie halluzigene sicht, dachte ich werde verrückt, kribbeln im kopf und in den beinen - eine tolle panikattacke! ich musste nur schnell nach hause. auch hier wurde es so schnell nicht besser, die benommenheit bleib. mittlerweile geht es wieder, habe mich EINIGERMASSEN gefangen. trotzdem fühle ich mich schwummerig und matt. ich habe echt angst und weiss nicht, welche ausmaße das annehmen kann.

    ich habe versucht meinen doc zu errreichen, doch leider ist heute freitag und der war nur bis 12 uhr in seiner praxis. das wochenende naht und ich möchte ganz gerne irgendwie einen klaren kopf behalten und nicht noch ggf. in der klapse landen.

    habt ihr erfahrungen solcher art? und wenn ja, was habt ihr getan bzw. was wurde euch empfohlen? geht das weg mit der zeit? hat es was mit der dosisreduzierung zu tun? die ersten tage mit 50mg kortison ging es mir wirklich sensationell, ich hätte bäume ausreissen können. doch jetzt....


    ich bitte wirklich um hilfe.

    vielen lieben dank im voraus,
    beste grüsse,

    eure verzweifelte
    miss_kittel
    es blitzt ein tropfen morgentau im strahl des sonnenlichts, ein tag kann eine perle sein und ein jahrhundert nichts... (gottfried keller)

  2. #2
    Moderatorin Avatar von kukana
    Registriert seit
    04 2003
    Ort
    Köln
    Beiträge
    8.865
    Blog-Einträge
    9
    Hallo,
    vielleicht war die Reduzierung von 50 mg auf 30 mg zu schnell? Das ist ja fast halbiert. Oft hat man bei der Reduzierung so einen *Entzug*. Stell dir vor dein Körper produziert 7mg Cortisol sowieso, nun bekommt er 50 mg Cortison dazu und ist erstmal*glücklich*. Dann nimmste dem aber 20 mg wieder weg... da wäre ich auch sauer. Aber nach 2-3 Tagen ist das vorüber. Ich würde das Wochenende abwarten und sonst wenn du unsicher bist nochmal versuchen den Arzt telef. zu erreichen.

    Gruß Kuki

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Gitta
    Registriert seit
    06 2003
    Ort
    Bärlin :-)
    Beiträge
    3.388
    Blog-Einträge
    1

    ???

    @miss_kittel.
    Bist du von 50 mg auf 30 runter?So von heute auf morgen? Mein Körper hat so reagiert, als ich meine Prdnis einfach vergessen habe. Das habe ich abgestellt und mache am Abend eine kleine Pillendose zurecht, die am Bett steht. Wenn es rappelt, habe ich sie noch nicht genommen.Auch der
    Magenschutz für ist dann mit dabei.
    Biba
    Gitta
    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

    Albert Schweizer

    Ich schreibe keine Fehler,
    ich schreibe Freestyle.

  4. Anzeige
  5. #4
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    05 2006
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    471
    Hallo,
    glaube auch, dass die Reduzierung zu schnell war. Hat das dein Doc so gesagt?-- Mir bekommt -davon absehen- Corti auch nicht sonderlich gut. Ist halt auch ein Hormon. Leider bin ich auch immerwieder darauf angewiesen. Heilen tuts eh nicht, aber oft helfen, zumindest auf den ersten Blick. Bin kein Freund davon.
    Hoffe dir geht es bald besser

    regnerische Grüße von Padost

  6. #5
    Ich liebe Orcas Avatar von Tina_38
    Registriert seit
    11 2005
    Ort
    Ruhrpott
    Beiträge
    204
    Hallo Miss Kittel ,

    die von dir beschriebenen Symtome sind mir bestens bekannt .

    Wenn ich Cortison zu mir nehme , sinkt mein Blutzucker immer , obwohl er eigendlich höher gehen müsste . Wenn es das nächste mal auftritt , versuche es mal mit Traubenzucker , Cola oder andere sehr süsse Sachen .

    Sollte es helfen , würde ich mal zum Doc gehen .
    Wirklich machen kann er nicht viel , aber er könnte dich dann beraten ,
    was sehr hilfreich sein kann .


    LG Tina
    ***Was wir wissen ist ein Tropfen ,
    was wir nicht wissen ein Ocean .***

    ( Isaac Newton )



    Meine Krankenvita findest du HIER

  7. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von devlin
    Registriert seit
    09 2004
    Beiträge
    187
    colatrinken hilft. ich nehme cortison, wenn sich ein schub ankündigt, und setze es dann nach spätestens einer woche ratzfatz ab.

    der körper reagiert mit unterzuckerung, jedenfalls bei mir. das gefühl kenn ich, man kanns abstellen

    positiv an der methode ist, dass das cortison auf diese weise brachial wirkt, wenn man es ständig nimmt, reduziert sich die wirksamkeit durch gewöhnung.

  8. #7
    kurz vorm durchdrehen Avatar von miss_kittel
    Registriert seit
    05 2006
    Ort
    düsseldorf
    Beiträge
    5

    Blinzeln klare gedanken....

    hallo zusammen,

    ich habe seit 18.05.06 folgende dosisverordnung mit prednisolon 20mg bekommen:

    50 mg/2,5 tbl. -> 4 tage
    40 mg/2,0 tbl. -> 4 tage
    30 mg/1,5 tbl. -> 1 woche (heute angefangen!)
    20 mg/1,0 tbl. -> 1 woche
    10 mg/0,5 tbl. -> 4 wochen
    05 mg/0,25 tbl. -> 4 monate
    dann mal weitersehen

    tja, ob das entzugserscheinungen sind kann ich nicht sagen, bin ja absoluter neuling was kortison angeht. es ist soooo schlimm nicht zu wissen, das der körper von einem verlangt oder auch nicht. aber ich denke ihr habt recht: ich sollte in 5mg schritten runtergehen. werde das am montag telefonisch mit doc besprechen. die 30mg schiene fahre ich die woche jedenfalls weiter, dann 25mg. bekomme ich morgen nochmal so einen höllentrip? oder wird es milder mit dem zustand?

    ich dachte, dass es dem körper nichts ausmacht, wenn man z.b. nach einer kurzzeittherapie einfach das kortison absetzt, bzw. die dosis in grösseren schritten reduziert.

    es ist wochenende, ich bzw. wir habe(n) endlich mal sturmfrei (die kids sind ausser haus!!) und wir wollen uns mal ein richtig gutes wochenende machen... ahhhhhhh!

    das mit dem traubenzucker werde ich auch ausprobieren. es kann jedenfalls nicht schaden. oh gott - mein heisshunger auf süsses ist eh nicht zu bremsen. es darf so nicht weitergehen!

    soll ich eigentlich kaffee meiden?

    vielen lieben dank für eure antworten,

    beste grüsse & vor allem gesundheit,
    eure

    miss_kittel

    p.s.son bisschen zum einlesen:

    http://www.rheuma-online.de/a-z/l/loefgren-syndrom.html

    hier kann man einiges auch zum therapieverlauf lesen, wo steht ZITAT: "Eine wichtiger Grundsatz für den Einsatz von Cortison beim Löfgren-Syndrom ist aus Erfahrung, daß das Cortison zum einen in der Anfangsphase genügend hoch dosiert werden sollte und zum zweiten im Verlauf der Behandlung nicht zu schnell reduziert und abgesetzt werden sollte. Eine grobe Dosierungsempfehlung für die Initialbehandlung ist eine Dosis zwischen 0,75 - 1 mg Prednisolon-Äquivalent pro kg Körpergewicht (z.B. 50 - 100 mg Decortin H). Die Verringerung der Cortisondosis im weiteren Verlauf richtet sich nach dem Ansprechen der Anfangsbehandlung und der Entwicklung der Laborwerte. Die optimale Therapie eines Löfgren-Syndroms erfordert dabei viel Erfahrung. Ziel ist es dabei, so wenig Cortison wie möglich zu geben, aber gleichzeitig auch so viel wie nötig. Nach Beobachtungen wird häufig versucht, das Cortison möglichst schnell auf eine kleine Dosis (z.B. 5 oder 10 mg Prednisolon-Äquivalent) zu senken."
    es blitzt ein tropfen morgentau im strahl des sonnenlichts, ein tag kann eine perle sein und ein jahrhundert nichts... (gottfried keller)

  9. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Gitta
    Registriert seit
    06 2003
    Ort
    Bärlin :-)
    Beiträge
    3.388
    Blog-Einträge
    1

    Auch hier..

    Jeder Mensch reagiert in seiner Ungesundheit anders.Mehr als 5 Tage, so sagte mit der Doktor, der mir Cortison verschrieben hat, ist schon eine, die man auschleichen muß.
    Meine Hausärztin unterstützt mich sehr und ist der Meinung, das ich,(also, es gilt in dem Fall nur für meinereiner)das ich wenn noch langsammer ausschleichen soll, wie überall angegeben.Damit bin ich bisher gut gefahren.Für mich selber finde ich nun auch heraus, wo die Grenze liegt.
    Biba
    Gitta
    Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe die wir hinterlassen, wenn wir gehen.

    Albert Schweizer

    Ich schreibe keine Fehler,
    ich schreibe Freestyle.

  10. #9
    Registrierter Benutzer
    Registriert seit
    01 2006
    Beiträge
    140

    ausschleichenwir sind am probieren

    Anzeige
    hallo gitta,
    da kann ich dir und deinen ärzten nur recht geben..mit dem ausschleichen nach kurzer zeit..ist vollkommen richtig
    hohe dosis und ratz fatz weglassen ist ja sehr gefährlich so schnell kann der eigne körper das gar nicht nach produzieren..nach kurzer zeit stellt sich die eigenen funktion ein..
    man sollte nie selbständig mit corti spielen
    ich weiss, wenn es mir ganz blöd geht, dass ich etwas erhöhen kann..aber in absprache mit doc
    wir sind seit monaten am probieren immer weniger in ein 1mg schritten
    dazu aber seit einem halben jahr basis

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •